Romney soll sich Twitter-Freunde gekauft haben
Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat gerät in Erklärungsnot: Laut einer Studie des IT-Sicherheitsanbieters Barracuda Labs wurden Twitter-Follower nachgekauft - ein unglaublicher Vertrauensverlust in der digitalen Welt.

Foto © ReutersMitt Romney
Im Juni lief bei @mittromney, dem offiziellen Twitter-Account des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten, noch alles recht ruhig. Täglich kamen 3000 bis 4000 "Follower", also Leute, die seine Einträge abonnieren, hinzu. Ein starker Wert, der aber Romneys Digitalkampagnen-Chef anscheinend im Kampf gegen die Online-Übermacht von Barack Obama zu wenig war. Woraufhin das Romney-Team begann, "Follower" zuzukaufen - wie es zumindest eine Studie des IT-Sicherheitsanbieters Barracuda Labs nahelegt und was für Romney in der digitalen Welt einen unglaublichen Vertrauensverlust bedeuten würde. Laut Barracuda hat Romney im Juli an einem einzigen Tag die Anzahl seiner Follower um nicht nachvollziehbare 17 Prozent erhöht.
Billiges Schummeln
Spätestens seitdem Facebook bekannt gab, dass 83 Millionen der Anwenderprofile des sozialen Netzwerks gefälscht sind, steht Betrug mit gefälschten Social-Media-Profilen im Fokus erhöhter Aufmerksamkeit. Wie Barracuda jetzt anhand des Falls Romney analysiert, soll es alleine auf Ebay 20 Anbieter geben, die gefälschte Twitter-Accounts verkaufen. Sucht man bei Google, findet man unter den Top-100-Ergebnissen 58 Webseiten, die ebenfalls solche Accounts verkaufen - zu einem günstigen Preis. Für 1000 falsche Follower, und damit freilich einen Verstoß gegen die Twitter-Nutzungsbestimmungen, muss man lediglich 15 Euro auf den Tisch legen.
Features
Foto

Obama mit BaseballschlägerFoto © KK
Telefonat mit Baseballschläger
Manchmal greift US-Präsident Barack Obama zum Baseballschläger im Oval Office. Auch bei seinem jüngsten Telefonat mit dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan, in dem es vor allem um die Lage in Syrien ging. Das Foto vom Telefonat wurde veröffentlicht, und nun ist so mancher Türke irritiert oder beleidigt. "Das Foto enthüllt, von wem unser Ministerpräsident Befehle bekommt", kritisierte ein türkischer Oppositionspolitiker. Erdogan beeilte sich umgehend, die Gemüter zu besänftigen. Obama sei ein "Freund, dem es nie an Respekt oder Höflichkeit fehlt", erklärte er.










