Nokia baut weltweit 10.000 Arbeitsplätze ab
Nokia muss wegen Verlusten weltweit 10.000 Stellen streichen, so zum Beispiel in Deutschland. Trotzdem wird weiter mit hohen Verlusten, vor allem in der Mobiltelefon-Sparte, gerechnet.

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Der Handy-Riese Nokia muss wegen Verlusten weltweit 10.000 Stellen streichen. In der Mobiltelefon-Sparte wird mit noch höheren Verlusten gerechnet. Der Stellenabbau soll bis Ende 2013 umgesetzt sein, teilte der finnische Konzern mit. Zusätzlich würden Restrukturierungskosten in der Höhe von 1 Mrd. Euro anfallen.
In Deutschland ist der Standort für Forschung und Entwicklung in Ulm mit zuletzt 730 Mitarbeitern betroffen. Dieser soll Ende September schließen. Ein Nokia-Sprecher meinte aber, dass Deutschland dennoch ein wichtiger Standort für Entwicklungsaktivitäten bleibt. Das Unternehmen hat unter anderem in Berlin ein Zentrum für ortsbasierende Dienste.
Der Plan ist, den Fokus auf die neuen Smartphones der Marke Lumia und verwandte Angebote zu schärfen. Dafür gibt es die Kürzungen bei anderen Geschäftsbereichen. Nokia steckt in roten Zahlen fest und muss dringend die Kosten senken. Auch ein Umbau des Führungsteams steht bevor.
Umsatzrückgang von 30 Prozent
Nokia hat die Entwicklung der intelligenten Multimediahandys verschlafen und für das erste Quartal katastrophale Zahlen vorgelegt: Der Konzern machte fast 1 Mrd. Euro Verlust, der Umsatz ging um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Erst vor kurzem hatte Nokia eingeräumt, nach 14 Jahren die Weltmarktführerschaft als Handy-Hersteller an Samsung verloren zu haben.
Nokia war lange Marktführer im Geschäft mit einfachen Handys und auch Computer-Handys, wurde aber von Apple mit seinem iPhone und vor allem Samsung überholt. Auch die Lumia-Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone erwischten im vergangenen Herbst einen mäßigen Start.










