Virus Flame erhält Befehl zu verschwinden
Der Virus Flame hatte kürzlich vor allem Rechner im Iran und im Nahen Osten befallen. Um die Herkunft des Virus zu verschleiern, arbeiten nun laut Experten "Kommandozentren" daran, ihn verschwinden zu lassen.

Foto © Erwin Scheriau
Der kürzlich entdeckte Computervirus Flame hat laut dem Anti-Virus-Unternehmen Symantec den Auftrag bekommen, zu verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen. "Bestimmte Flame-Kommandozentren" hätten vor einigen Tagen einen entsprechenden Befehl verschickt, teilte Symantec am Sonntag in einer Internetblog-Nachricht mit. Ziel sei es, Flame vollständig von den infizierten Computern zu entfernen und dabei keine Spuren zu hinterlassen, die Ermittlern Rückschlüsse auf die Herkunft des Virus' ermöglichten.
Flame war im Mai vom Antivirus-Unternehmen Kaspersky Lab identifiziert worden. Demnach soll Flame weitaus gefährlicher als der Computerwurm Stuxnet sein. Von dem Virus betroffen waren vor allem Ziele im Nahen und Mittleren Osten, wobei Flame es insbesondere auf Dokumente im Zusammenhang mit dem umstrittenen iranischen Atomprogramm abgesehen hatte. Als mutmaßliche Verursacher des Virus' wurden deshalb sogleich die USA und Israel genannt. Israels Vize-Regierungschef Moshe Yaalon hatte den Einsatz von Cyberwaffen als gerechtfertigt bezeichnet, um den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern.










