Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2013 21:21 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
NASA forscht an Pizza zum Ausdrucken Weniger Zeit, weniger User, weniger Facebook Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Multimedia Nächster Artikel NASA forscht an Pizza zum Ausdrucken Weniger Zeit, weniger User, weniger Facebook
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2012 um 20:45 UhrKommentare

Facebook schielt auf Kinder unter 13

Facebook will sich Kindern unter 13 Jahren öffnen. Jugendschützer warnen: Ohne Aufsicht könnte die Plattform für Kinder gefährlich werden.

Foto © AP

Schon gewusst? Wer Mitglied bei Facebook werden will, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Diese im US-Recht verankerte Altersgrenze betrifft derzeit gut 900 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerks. Allerdings: Sehr betroffen dürften sie sich nicht fühlen. Allein in den USA tummeln sich auf der Plattform 7,5 Millionen Kinder, die beim Alter geschwindelt haben. Für Österreich zeigte eine Studie des Jugendforschungsinstituts 2011: Auch bei uns ist ein Drittel der 11- bis 14-Jährigen bei Facebook.

Nun will das Unternehmen die Altersgrenze offiziell senken: Laut "Wall Street Journal" testet Facebook die Möglichkeit, die Konten von Kindern mit denen ihrer Eltern zu verknüpfen - diese entscheiden dann, mit wem sich der Nachwuchs anfreundet und welche Apps er nutzen darf. Offizieller Grund: Wenn ohnehin so viele Kinder auf Facebook unterwegs sind, sorgt die neue Anwendung wenigstens für mehr Sicherheit durch elterliche Kontrolle. Bernhard Jungwirth von der Infostelle saferinternet.at sieht dahinter "klare wirtschaftliche Interessen, es geht um die Steigerung der Nutzerzahlen und um Zuwächse im Gaming-Bereich." Ähnliches vermutet das "Wall Street Journal": Facebook wolle so bei Eltern für die Apps und Spiele der lieben Kleinen kassieren. Weit hergeholt scheint das nicht: Jüngst hat Facebook vor verlangsamten Umsatzsteigerungen gewarnt, weil viele User die werbefreien Tablet- & Smartphone-Apps bevorzugen - angeblich ist das sogar mit schuld an der miesen Performance der Facebook-Aktie.

Medienerziehung

Eine spielfreudige neue Zielgruppe ist da willkommen, auch wenn Facebook mit kreideweicher Stimme verkündet, man sei "in einem laufenden Dialog mit Beteiligten, Regulierern und anderen politischen Entscheidungsträgern darüber, wie wir Eltern am besten dabei unterstützen können, ihre Kinder in einer sich wandelnden Online-Umgebung zu schützen."

Gerade die Sicherheitsfrage beunruhigt Eltern und Experten. "Kinder können Gefahren in Sachen Datenschutz kognitiv nicht nachvollziehen und sind deutlich eher bereit, Dinge von sich hochzuladen, die bis zum Ende des Internets gespeichert bleiben", stellt Jugendforscher Philipp Ikrath fest. Der Wiener Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmidt warnt vor pädosexuellen Übergriffen und Cybermobbing: "Präventiv hilft da nur konsequente Medienerziehung." Auch Ikrath hält nichts von Generalverboten. Man müsse Kindern "trotz allem zutrauen, verantwortungsvolle und autonome Entscheidungen im Umgang mit dem Web zu treffen - in ihrer Selbstwahrnehmung werden sie ja schon mit 11, 12 Jahren zu Jugendlichen. Die wollen nicht als Kinder behandelt werden." Zumal auch ihre Medienkompetenz häufig die der Eltern übersteigt; und "Sperren oder Filter lassen sich am Handy, in der Schule, bei Freunden leicht umgehen", weiß Web-Aufklärer Jungwirth.

Statt Kindern soziale Netzwerke zu verbieten, rät er zur gemeinsamen Bewusstseinsbildung über deren Vorzüge und Gefahren: "Sich von den Kindern erklären zu lassen, wieso ihnen Facebook so wichtig ist, schafft eine Vertrauensbasis, auf der man auch über Datenschutz und Privatsphäre reden kann", sagt er. Das wäre übrigens auch ein Thema für Facebook selbst. "Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre oder die Meldefunktion bei Belästigungen sind nach unseren Tests noch stark verbesserungsfähig", sagt Jungwirth. Wollte Facebook Verantwortung im Umgang zeigen: Hier täte sich ein weites Betätigungsfeld auf.

UTE BAUMHACKL

Apps für alle

Montage

Nach iPhone- und iPad-App steht jetzt die Android-App der Kleinen Zeitung bereit: Für fabelhaft komfortablen Lesespaß, jederzeit und überall.

Apps, Apps, Apps

 




Fotoserien

Microsofts neue Konsole: Xbox One 

Microsofts neue Konsole: Xbox One

 

Facebook & Co

Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

Immer vernetzt: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf Facebook und Twitter - werden Sie Fan!

 

Newsletter

 

Fit am PC

Fit am PC

Für alle, die sich Schritt für Schritt den Themen Computer und Internet nähern wollen.

Immer informiert

RSS-Feeds

Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

Mobil informiert

Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang