Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Juni 2013 08:23 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Mit dem Smartphone erwacht Ihr "Sonntag" zum Leben Ein bisschen was von allem Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Multimedia Nächster Artikel Mit dem Smartphone erwacht Ihr "Sonntag" zum Leben Ein bisschen was von allem
Zuletzt aktualisiert: 13.05.2012 um 22:25 UhrKommentare

Yahoo-Chef geht nach Titel-Tricksereien

Ein falscher akademischer Titel in seinem Lebenslauf kostet Yahoo-Chef Scott Thompson den Job. Nach Angaben des Konzerns wird er seinen Posten abgeben. Wegen der Affäre stand der Manager bereits seit Tagen in der Kritik.

Scott Thompson

Foto © APScott Thompson

Yahoo muss sich schon wieder einen neuen Chef suchen. Nach nur vier Monaten an der Spitze des Internetkonzerns stolpert Hoffnungsträger Scott Thompson über eine frisierte Biografie. Er packte nach tagelangen Gerangel mit einem Großaktionär am Sonntag die Koffer. Ein endgültiger Nachfolger steht noch nicht fest.

Damit hat Großaktionär Daniel Loeb sein Ziel erreicht. Er war es, der im offiziellen Lebenslauf von Thompson einen Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften entdeckte, der dort nicht hinein gehörte. Denn Thompson hat lediglich einen Abschluss in Buchhaltung. Für Loeb war diese Entdeckung der Hebel, um den Firmenchef zu stürzen, der seinen eigenen Machtplänen im Weg stand.

Loeb hält über seinen Hedgefonds Third Point 5,8 Prozent an Yahoo und fordert schon lange, dass er in das oberste Konzerngremium einziehen kann, in den Verwaltungsrat. Nach dem Sturz Thompsons wird Loeb nun insgesamt drei Sitze in dem Gremium bekommen. Einen davon besetzt er selbst, die beiden anderen bekleiden Vertraute.

Auffallend war, dass in der Yahoo-Mitteilung die sonst üblichen Abschiedsworte und guten Wünsche für den weiteren Lebensweg vollends fehlten. Auch Thompson selbst kam nicht zu Wort. Er habe das Unternehmen bereits verlassen, hieß es kurz und knapp. Yahoo habe von einem Personaldienstleister den Beweis bekommen, dass Thompson den falschen Titel selbst in eine Biografie noch bei der Berufung zu seinem vorherigen Arbeitgeber eBay reingeschrieben habe, berichtete das "Wall Street Journal".

In einer weiteren Wendung der Geschichte schrieb die Zeitung am Montag auch, Thompson habe Kollegen vor dem Rückzug erzählt, dass er Schilddrüsenkrebs habe.

Es ist schon der zweite unrühmliche Abgang eines Yahoo-Chefs binnen kurzer Zeit. Thompson war erst zu Jahresbeginn angetreten. Seine Vorgängerin Carol Bartz war gefeuert worden, weil sie es nicht geschafft hatte, den Umsatzschwund des Unternehmens zu stoppen. Monatelang war Yahoo führungslos.

Schwierige Suche nach neuem Chef

Der Konzern steht in scharfer Konkurrenz zu Google und Facebook bei der lukrativen Werbung im Internet. Thompson verordnete Yahoo einen Sparkurs und schaffte es gleichzeitig, das Werbegeschäft anzukurbeln. Umso stärker dürfte eine Hängepartie bei der Suche nach einem dauerhaften neuen Chef das Unternehmen treffen.

Bis auf weiteres führt Ross Levinsohn das Internet-Urgestein. Der Manager ist eigentlich fürs Mediengeschäft von Yahoo zuständig. Die Aufgabe, einen endgültigen Chef zu finden, fällt Fred Amoroso zu. Er hat ebenfalls mit sofortiger Wirkung den Posten des Vorsitzenden im Verwaltungsrat übernommen. Der bisherige Amtsinhaber Roy Bostock hört auf.

Spannend dürfte nun vor allem werden, ob Yahoo sein Tafelsilber verkauft. Die Amerikaner halten große Beteiligungen an der chinesischen Internetfirma Alibaba sowie an Yahoo Japan. Die Anteile sind mehrere Milliarden Dollar wert. Ein angedachter Verkauf kam bisher aber nicht zustande. "Wir werden mit der neuen Führung zusammenarbeiten, um Yahoos beträchtliches Potenzial und Wert zu heben", erklärte Großaktionär und Neu-Verwaltungsrat Loeb.


Apps für alle

Montage

Nach iPhone- und iPad-App steht jetzt die Android-App der Kleinen Zeitung bereit: Für fabelhaft komfortablen Lesespaß, jederzeit und überall.

Apps, Apps, Apps

 




Fotoserien

Microsofts neue Konsole: Xbox One 

Microsofts neue Konsole: Xbox One

 

Facebook & Co

Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

Immer vernetzt: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf Facebook und Twitter - werden Sie Fan!

 

Newsletter

 

Fit am PC

Fit am PC

Für alle, die sich Schritt für Schritt den Themen Computer und Internet nähern wollen.

Immer informiert

RSS-Feeds

Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

Mobil informiert

Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang