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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 14:19 UhrKommentare

Kulturkampf im Netz: Anonymous "spielt Krieg"

Der Kampf der Internetaktivisten Anonymous gegen etablierte Institutionen der Kulturindustrie hält an: Am Freitag wurde die Seite der heimischen Verwertungsgesellschaft "Austro Mechana" vom Netz genommen - man wolle nicht "Krieg spielen".

Foto © APA

Am heutigen Freitag wurde die Homepage der heimischen Verwertungsgesellschaft Austro Mechana (AUME) aufgrund von Angriffen der Hackergruppe vom Netz genommen. Dem Statement auf der Webseite zufolge sei es zu "wiederholten Attacken" gekommen, weshalb die Seite aume.at ab 13 Uhr nicht mehr erreichbar war. Eine Sprecherin der AKM/AUME bestätigte auf APA-Nachfrage die Attacken, weitere Informationen zu den Hintergründen und der weiteren Vorgehensweise seitens der AUME gibt es vorerst aber nicht.

Die Attacken von Anonymous auf die Webseite der Austro Mechana (AUME) haben sich in den vergangenen Wochen verstärkt, wie AUME-Direktorin Ursula Sedlaczek gegenüber der APA erklärte. "Es ist ihnen aber nie gelungen, die Seite wirklich zu hacken." Konkret fordern die Internetaktivisten, dass sich die Verwertungsgesellschaft von der Forderung nach einer Urheberrechtsabgabe auf Festplatten distanziert. "Sie kapieren aber nicht, dass wir einerseits nicht die einzige Verwertungsgesellschaft sind und andererseits ja Künstler selbst für eine solche Abgabe eintreten", so Sedlaczek.

"Nicht Krieg spielen"

Anonymous habe sich auch mit dem Serviceanbieter, der den Webauftritt der AUME betreut, in Verbindung gesetzt und verlangt, dass dieser die Arbeit für die Verwertungsgesellschaft einstellt. Diesem "Blödsinn" sei man natürlich nicht nachgekommen. Nachdem bis heute Nachmittag ein Moratorium seitens Anonymous mit anschließenden weiteren Angriffen angekündigt wurde, habe man in Absprache mit dem Webseitenbetreuer beschlossen, die Seite vorrübergehend vom Netz zu nehmen, so Sedlaczek. Man habe weder die Ressourcen noch den Willen, "hier Krieg zu spielen".

Wobei die AUME-Direktorin betonte, dass Anonymous "uns nicht wirklich schädigt", sondern vor allem jenen Personen, die etwa Formulare seitens der AUME benötigen. "Wir werden uns nun gemeinsam mit unserem Serviceanbieter überlegen, wie wir die Informationen für unsere Kunden dennoch bereitstellen können." Wann die Homepage in ihrer ursprünglichen Form wieder online gehen wird, sei derzeit nicht abzusehen.




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