Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 24. Oktober 2014 20:12 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Expansion beschert Amazon immer höhere Verluste Apple gerät in die Defensive Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Multimedia Nächster Artikel Expansion beschert Amazon immer höhere Verluste Apple gerät in die Defensive
    Zuletzt aktualisiert: 31.03.2012 um 20:25 UhrKommentare

    Hacker wollen "Österreich erschüttern"

    Das Hacker-Kollektiv Anonymous droht aus Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung, einen gigantischen Politik-Skandal loszutreten – man sei an Daten gelangt, gegen die der U-Ausschuss zur Korruption nur "eine Spitze des Eisbergs" sein soll. Von Sebastian Krause.

    Foto © APA

    Der 1. April ist ein historisches Datum in Österreich - im negativen Sinn, fürchten Datenschützer. Dann tritt die umstrittene Vorratsdatenspeicherung in Kraft, die es erlaubt, die Telefonate, Mails und SMS jedes Bürgers festzuhalten. Anonymous Austria, heimischer Ableger des nicht minder umstrittenen weltweit aktiven Hacker-Kollektivs, droht nun, brisante Details aus Politik und Polizei zu veröffentlichen. Dazu habe man selbst über Wochen eine "Überwachung" (Operation "PitDog") durchgeführt und sei so an Daten gelangt, die "Österreich erschüttern werden", gibt man in einer Aussendung mit breiter Brust zu Protokoll. Die Überwacher mit eigenen Mitteln schlagen? Wenn es nach den Hackern geht, scheint die Sicherung privater Daten in diesem Fall kein Problem darzustellen – denn die Ergebnisse würden die Korruptionsdebatte in ein neues Licht rücken: "Der U-Ausschuss ist nur die Spitze des Eisbergs"

    Über Monate habe die Gruppe die Mail-Accounts mehrerer heimischer Spitzen-Politiker überwacht und sei dabei auf illegale Machenschaften gestoßen, die in ihrer Breite erschreckend seien. Die Ergebnisse der "eigenen Vorratsdatenspeicherung" der Hacker sollen in einer Reihe von Veröffentlichung bekannt gemacht werden.

    Journalisten vom Staat überwacht

    Die Behauptungen der Hacker stützen sich zudem auf angebliche Beweise, denen zufolge der österreichische Verfassungsschutz Journalisten überwachen soll. Besonders regierungskritische Vertreter der berichtenden Zunft sollen auf der "schwarzen Liste" des Bundes stehen, wie Protokolle beweisen sollen. Diese sollen am 1. April veröffentlicht werden, wenn das umstrittene EU-Gesetz in Kraft tritt. Das Datum lässt an einen Aprilscherz glauben, doch das Anliegen ist der Hackergruppe naturgemäß ein ernstes.

    Die sechs-monatige Speicherung aller Kommunikationsdaten soll vom Provider durchgeführt werden, was immer wieder für Diskussion um die Sicherheit der sensiblen Daten gesorgt hat. Auch hier will Anonymous angesetzt haben: Laut der Gesichtslosen habe man mehrere Tests durchgeführt um festzustellen, ob eine sichere Speicherung möglich ist. Auch in dieser Frage verweist das Kollektiv auf den 1. April.

    SEBASTIAN KRAUSE

    Hintergrund

    In Österreich werden für allfällige, spätere Ermittlungen ab 1. April alle Kommunikationsvorgänge über Telefon oder Internet für ein halbes Jahr gespeichert. Das für die Umsetzung nötige Gesetz sieht vor, dass Betreiber Daten sämtlicher Kommunikationsvorgänge via Telefon und Handy, E-Mail und Internet für sechs Monate speichern müssen - und zwar Name und Adresse des Benutzers, Handy- und Telefonnummern, IP-Adressen der Computer, E-Mail-Adressen, aber auch Geräte-Identifikationsnummern und Standort des Handys.

    Ermittlungsbehörden können - mit bestimmten Einschränkungen je nach Verdachtslage - darauf zugreifen. Betroffene sollen zumindest nachträglich informiert werden. Die Veröffentlichung ist verboten, als Strafe droht ein Jahr Haft.

    In Österreich wurde die Regelung erst nach mehrjähriger Verspätung und einer EuGH-Verurteilung wegen Säumigkeit vom Nationalrat entgegen der Kritik der Opposition beschlossen.

    Deutschland weigert sich

    Der Streit der deutschen Regierung mit der EU-Kommission um die sogenannte Vorratsdatenspeicherung als Anti-Terror-Maßnahme geht in die nächste Runde.

    Die Brüsseler Behörde will der deutschen Regierung in dieser Woche ein Ultimatum von vier Wochen setzen, um die Richtlinie aus Brüssel zur Sammlung von Telefon- und Internetdaten umzusetzen

    Mehr Multimedia

    Mehr aus dem Web

      Apps für alle

      Montage

      Nach iPhone- und iPad-App steht jetzt die Android-App der Kleinen Zeitung bereit: Für fabelhaft komfortablen Lesespaß, jederzeit und überall.

      Apps, Apps, Apps

       




      Fotoserien

      Das sind iPad Air 2 und iPad mini 3 

      Das sind iPad Air 2 und iPad mini 3

       

      Facebook & Co

      Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

      Immer vernetzt: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf Facebook und Twitter - werden Sie Fan!

       

      Newsletter

       

      Immer informiert

      RSS-Feeds

      Immer aktuell: Die wichtigsten News direkt abonnieren.

      Mobil informiert

      Immer dabei: Die Kleine Zeitung gibt es auch auf dem Handy.

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!