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    Zuletzt aktualisiert: 29.09.2011 um 15:01 UhrKommentare

    Privatsphäre im Netz: Eine Frage der Selbstkontrolle

    Facebook, Google und Co. rufen Datenschützer auf den Plan. Selbst Social-Media-Experten sind sich in der Frage der privaten Daten nicht einig. Viele sehen in deren Schutz eine Aufgabe der Plattformen. An die Verantwortung des Einzelnen appelliert Roman Huber in seinem Kommentar.

    Foto © © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

    Der Chef ist auf Facebook mit seinen Mitarbeitern befreundet, Personalabteilungen googeln jeden Bewerber auf der Suche nach Schwächen. Wenn dann ein peinliches Youtube-Video die Anstellung verhindert oder eine unüberlegte Statusmeldung auf Facebook den Job kostet, ist das Jammern groß. Dann warnen Datenschützer wieder vor den Datenkraken im Internet, prangern den mangelnden Schutz der Privatsphäre an, verlangen mehr Schutz für den User.

    Zweifelsohne sind die Geschäftspraktiken mancher Netzwerke undurchsichtig. Dennoch ist das Einzige, was man von den Unternehmen verlangen kann, mehr Transparenz. Schließlich sind weder Youtube noch Facebook verantwortlich dafür, dass ein Video der letzten Sauftour im Netz landet.

    Es ist auch nicht die Aufgabe der sozialen Netzwerke ihre User vor diesen Dummheiten zu schützen. Für die Privatsphäre ist jeder selbst verantwortlich. Eine Möglichkeit ist natürlich, die Finger von diesen Netzwerken zu lassen. Allerdings verliert man damit die Kontrolle darüber, was Freunde und Kollegen über die eigene Person verbreiten – von Gerüchten bis zu Fotos. Zumindest passiv sollte man daher in den wichtigsten Netzwerken vertreten sein.

    Don´t be stupid

    Die New York Times hat ihre Social-Media-Richtlinien auf einen einfachen Satz zusammengefasst: ?Don´t be stupid!“ – sei nicht dumm. Wer diesen Vorsatz im Umgang mit Social-Media-Portalen einhält, hat schon einmal viel gewonnen.

    Facebook, Google+, Twitter und Co verständigen ihre User, wenn sie erwähnt werden oder auf einem Foto markiert werden. Das ist manchen lästig, weil es zu einer regelrechten Email-Flut führen kann. Trotz allem sollte man diese Funktion nicht abstellen und die Mails auch lesen, um nötigenfalls Kommentare und Fotos als unangemessen zu melden. Denn das Umundauf im Internet ist, dass man die Kontrolle über die eigene Person hat.

    Es ist auch sehr wichtig, auszuwählen, was man mit wem teilt. Natürlich kann man auf Facebook mit seinem Chef befreundet sein, allerdings muss dieser ja nicht alle Statusmeldungen lesen. Wer das verhindern möchte, verändert einfach die Privatsphäre-Einstellungen. Bei Google+ lässt sich das beim Verfassen der Statusmeldung verhindern. Twitter ist so aufgebaut, dass jedes Posting öffentlich ist: Daher haben negative Meldungen zum eigenen Unternehmen hier nichts verloren.

    Jüngst hat der Umstand für Aufregung gesorgt, dass Facebook das Browserverhalten der Nutzer kontrolliert, auch wenn diese sich ausgeloggt haben. Am einfachsten umgeht man die Schnüffelsoftware in dem man für Social Media einen anderen Browser verwendet, als für die restlichen Aktivitäten im Internet.

    Den Großteil der personenbezogenen Daten rückt Facebook freiwillig heraus, wenn man dieses Formular ausfüllt. Bei dem Punkt: ?Bitte zitiere das Gesetz, wonach du Daten beanspruchst“ folgendes einfügen: ?Section 4 DPA + Art. 12 Directive 95/46/EG + Österreichisches Datenschutzgesetz §26“. Man bekommt dann eine CD mit den gewünschten Daten. Die heiß diskutieren Likes, sowie biometrische Daten sieht Facebook als sein geistiges Eigentum an, wie Web-Aktivistenaus Wien herausgefunden haben.

    Social Media ist nicht alles

    Diese Kontrolle sollte allerdings nicht bei den Social-Media-Portalen aufhören. Dank Wordpress und Co. ist es heute einfach, eine eigene Webseite zu betreiben und dort zu veröffentlichen. Es sollte daher für jeden Internetbenutzer selbstverständlich sein, sich regelmäßig selbst zu googeln. Wem das zu lästig ist, der kann die Funktion Google Alerts benutzen. Sobald Google ein gewisses Stichwort – z.B. den Namen – findet, bekommt man eine E-Mail mit dem Link.

    Eltern in der Pflicht

    Alles was ich hier beschrieben habe, gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Allerdings sind sich diese oft nicht bewusst, was sie mit gewissen Veröffentlichungen anrichten. In meinen Augen ist es daher die Pflicht der Eltern, in jedem Netzwerk zu sein, in dem ihre Kinder auch sind. Selbstverständlich sollten sie auch mit ihren Kindern ?befreundet“ sein. Solange es in der Schule kein Fach gibt, in dem die Kinder im Umgang mit Neuen Medien geschult werden, ist das die Aufgabe der Eltern. Hier sollte man mit den Kindern immer Schritt halten.

    Die sozialen Netzwerke haben allen eine neue Welt eröffnet. Kontakte rund um den Erdball sind heute nur eine Frage von einigen Klicks. Doch mit dieser Öffnung bekommt jeder einzelne auch mehr Verantwortung. Diese einfach auf die einzelnen Plattformen abzuwälzen, ist mit Sicherheit der falsche Weg.

    EIN KOMMENTAR VON ROMAN HUBER

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      Foto: KLZ/rare (Fotolia.com)

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