Hundert Mal "googeln" entspricht 28 Minuten elektrischem Licht
Premiere beim Internet-Giganten: Erstmals gibt Google Einblick in seinen Energieverbrauch. Der US-Internetriese verbraucht soviel Strom wie eine Großstadt.

Foto © APAWie "grün" ist Google?
Der US-Internetriese Google hat Einblick in den Energieverbrauch seiner Angebote gegeben. In einem Monat verbrauche ein Google-Nutzer so viel Strom wie ein drei Stunden lang brennendes Licht, schrieb Manager Urs Hölzle am Donnerstag (Ortszeit) auf der Website Google Green. Dies schließe die Suchmaschine, das Videoportal Youtube oder den E-Mail-Dienst Gmail ein.
Hundert Mal "googeln" mit der Internet-Suchmaschine benötigt demnach genauso viel Strom wie eine 28 Minuten lang brennende 60-Watt-Glühbirne. Dreitägiges Abspielen von Youtube-Videos schlucke genauso viel Energie wie die Herstellung, Verpackung und Lieferung einer DVD. Dem Unternehmen zufolge funktionieren alle Dienste kohlendioxidneutral, weil der CO2-Ausstoß durch den Kauf von Schadstoffzertifikaten ausgeglichen werde.
Google verbraucht soviel Strom wie eine Großstadt
Google hat außerdem eines seiner am besten gehüteten Geheimnisse gelüftet: den Stromverbrauch seiner gigantischen Rechenzentren, über die die Suchanfragen dieser Welt laufen. Im vergangenen Jahr zeigten die Stromzähler 2,26 Milliarden Kilowattstunden an, wie Google der örtlichen Zeitung "Mercury News" am Donnerstag verraten hat.
Das entspricht dem Bedarf einer deutschen Großstadt. Allerdings betonte der zuständige Google-Manager Urs Hoelzle im Firmenblog, dass der Konzern massiv in regenerative Energien investiere und die Rechenzentren zudem nur die Hälfte dessen verbrauchten, was üblich sei. "Unsere Rechner verbrauchen weniger Energie pro Nutzer als ein Licht, das drei Stunden brennt."Features
Fakten
Google hatte über Jahre ein großes Geheimnis aus seinem Stromverbrauch gemacht, um der Konkurrenz keine Anhaltspunkte über das rasante Wachstum des Internetriesen zu geben. Über die Server von Google laufen nicht nur die Anfragen der Suchmaschine, sondern auch Videos der Tochter Youtube, der E-Mail-Dienst Gmail oder das neue soziale Netzwerk Google+.










