Anonymous: Video über Facebook-Angriff ein "Fake"
Der großspurig angekündigte Facebook-Angriff sei ein Fake, sagen Anonymous-Mitglieder. Trotzdem würden Möglichkeiten diskutiert, wie man Facebook schaden könne.

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"Das YouTube-Video bezüglich des für 5. November geplanten Facebook-Angriffs ist ein Fake von Leuten, die die Medien auf sich aufmerksam machen wollten", betonte heute, Freitag, ein Anonymous-Mitglied gegenüber der APA. Die Hacker-Gruppe würde nie ein Datum und ein Ziel nennen, das entspräche einfach nicht ihrem Stil und würde auch nur Gegenmaßnahmen ermöglichen.
"Wollen keinen Schaden anrichten"
Obwohl Anonymous keine wirklichen Führer habe, hätten sich in den Online-Chats Channel-Leader herausgebildet - "Und ich war einer von acht, neun", so der junge Mann. Die Hacker bestünden aus vielen kleinen Gruppen: guten, schlechten und neutralen. "Ich zähle mich zur guten, wir wollen keinen Schaden anrichten."
Auch wenn das Video ein "Fake" sei, wären in einem nicht gerade freundlichen Channel verschiedene Methoden diskutiert worden, wie man gegen Facebook vorgehen könnte. Eine der Möglichkeiten wäre die Verbreitung eines Virus gewesen, der User beim Aufrufen des Social Networks auf eine Internetseite umgeleitet hätte, die entsprechende Informationen über die Sicherheitsmängel bei Facebook enthalten hätte. Ein Angriff über Bot-Netze auf die Facebook-Server wäre ebenfalls diskutiert worden.
Über das Video sei es aber auch gelungen, die gewünschten Informationen an die Medien zu bringen: Dass man von Facebook Abstand halten sollte, weil das Social Network die User ausspionieren und die gesammelten Daten an Regierungen weitergeben würde, behauptet zumindest Anonymous.
Abspaltung von "bösen" Fraktionen
Anscheinend hätten sich kleine Gruppen von Anonymous abgespalten, die DDOS Attacken (Distributed Denial of Service - eine Überlastung von Infrastruktursystemen durch einen konzentrierten Angriff auf Server oder Rechner, Anm.) durchführen werden, so das Mitglied der Hacker-Gruppe. Welches Ausmaß diese haben würden, sei derzeit noch nicht abzuschätzen. Sollte der Angriff groß ausfallen, befürchte er, dass der Ruf von Anonymous darunter leiden würde.










