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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2011 um 10:44 UhrKommentare

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Mit Green und Social IT verändern Rüdiger Wetzl und Jakob Eichberger von Compuritas den EDV-Markt - nachhaltig und fair.

Das Compuritas-Team: Rüdiger Wetzl (33) und Jakob Eichberger (23)

Foto © HoffmannDas Compuritas-Team: Rüdiger Wetzl (33) und Jakob Eichberger (23)

Der Weg zu Compuritas führt in den Keller. Die dicken Mauern werden durch Dutzende Computer verstärkt, Ausschussware. Die Sessel und Tische, wie frisch vom Flohmarkt. Neben der Kaffeemaschine in der Ecke eine Packung Fairtrade-Kaffee. Die Computerfirma von Rüdiger Wetzl und Jakob Eichberger unterscheidet sich nicht nur durch das Büro von der Konkurrenz. Obwohl, eigentlich gibt es gar keine Konkurrenz. Mit ihrem Sozialprojekt sind die beiden Vorreiter in Österreich.

Das Prinzip

EDV-Hardware, die von großen Firmen ausgeschieden wird, wird bei Compuritas instand gesetzt und billig an Bedürftige verkauft, Garantie inklusive. Die Zusammenarbeit mit NGOs garantiert eine faire Vergabe der Computer, die beispielsweise an Schulen oder Sozialprojekte in Entwicklungsländern gehen.

Das ist auch der Ausgangspunkt für die ungewöhnliche, aber nachhaltige Geschäftsidee. "Ich wollte nie EDV machen", sagt Wetzl, der Compuritas im April 2009 gründete. Als Germanistik-Student hatte er sich schon während des Studiums Geld als EDV-Techniker dazuverdient. "Ein qualifiziertes Hobby" wie er es nennt. Nach dem Studium sammelte er in Brasilien und Argentinien Erfahrungen im Entwicklungshilfebereich. "Da habe ich erkannt, wie wichtig Informatikunterricht sein kann. Als Vorbereitung für den Arbeitsmarkt und zur Steigerung des Selbstbewusstseins."

Einen halben Tag benötigte er nach seiner Rückkehr, um das Konzept zu verfassen und den Firmennamen zu finden, eine Wortschöpfung aus Computer und Caritas. Nach zwei Jahren hat sich die Idee etabliert. Und die Firmenagenden wurden ausgeweitet. Green IT, die energieeffiziente Nutzung und Beratung (siehe Tipps rechts) waren die logische Weiterführung. EDV-Handel und Technik folgten.

Für Wetzl ist die EDV aber nach wie vor "nur" Mittel zum Zweck. In Schulungen und Vorträgen (in Schulen und Betrieben) möchte er Bewusstsein schaffen "für die Nutzung von Ressourcen, für faire Produktionsbedingungen und sinnvolle Entsorgung".

HEIKE KRUSCH

Energiespartipps

Computer grundsätzlich immer ausschalten, wenn er nicht gebraucht wird.

Master-Slave-Steckleisten: An den sogenannten Master wird der Computer gehängt. Alle anderen Geräte (Drucker, Lautsprecher, ...) werden automatisch aus- geschaltet, wenn der Computer ausgeschaltet wird.

Bereits bei der Anschaffung auf energiesparende Geräte achten. Niemals eines ohne Gütesiegel kaufen. Besondere Vorsicht bei Schnäppchen, sie sind oft Energiefresser!

Achtung vor überdimensioniertem Kaufen. Vorher überlegen, wozu man das Gerät verwenden möchte.

Regelmäßige Wartung, weniger Müll am Gerät ermöglicht schnelleres Arbeiten.

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Apps, Apps, Apps

 




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