Sites von SPÖ und FPÖ von "Anonymous" gehackt
Die Homepage der SPÖ im Internet ist in der Nacht auf Freitag von Hackern gekapert worden. Statt der Startseite der "Sozialdemokratischen Partei Österreichs" war das Logo der Hackergruppe "Anonymous" zu sehen.

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Auch die Homepage der FPÖ war nicht erreichbar. Ein anonymer Anrufer sagte der APA, man wolle auf diese Weise "Regierungen und Banken" angreifen. In einem Twitter-Account von Anonymous hieß es, die FPÖ sei wegen "ihres offensichtlichen Rassismus" attackiert worden. Regierungen und Banken wüssten gar nicht, was auf sie zukomme, hatte Anonymous schon vor Tagen getwittert. Gemeinsam mit der inzwischen aufgelösten Gruppe Lulz Security hatte das Hackernetzwerk angekündigt, gegen Regierungen und die Finanzwelt ins Feld ziehen.
Nachdem sich Lulz Security und Anonymous verbrüdert hatten, rühmten sie sich, eine Polizei-Webseite in Großbritannien lahmgelegt zu haben. Die Behörde für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens (SOCA) www.soca.gov.uk war vorübergehend nicht zu erreichen.
Lulz Security (kurz LulzSec) galt eher als "Spaßguerilla" und war in den vergangenen Wochen mit Attacken auf den Unterhaltungskonzern Sony, den US-Senat und den US-Geheimdienst CIA bekannt geworden. Anonymous dagegen verfolgte von Anfang an politische Ziele und hat sich als Unterstützer der Enthüllungsplattform Wikileaks einen Namen gemacht.
Polizei und Geheimdienste verstärken derzeit weltweit ihren Kampf gegen die schwer zu fassenden Hacker. Neben politisch motivierten Gruppen tummeln sich auch allerhand Kriminelle im Netz. So drangen Unbekannte unlängst in die Computersysteme des Rüstungsriesen Lockheed Martin und der Citibank ein.










