Kritik an versteckter Preiserhöhung im Netz
Heimische Netzbetreiber scheinen nun ebenso findig im Einführen neuer, eher versteckter Gebühren zu sein wie beim Erfinden neuer Tiefpreisangebote.

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In kaum einem anderen Land ist der Mobilfunk- und Internet-Markt so heiß umkämpft wie in Österreich. Das drückt auf die Gewinnmarge der wenigen am Markt verbliebenen Netzbetreiber. Doch diese scheinen nun ebenso findig im Einführen neuer, eher versteckter Gebühren zu sein wie beim Erfinden neuer Tiefpreisangebote. Den Anfang machte Marktführer A1, der seit April bei Neuanmeldung oder Tarifwechsel eine SIM-Kartenpauschale von 19,90 Euro einhebt. Der Anbieter "3" zieht nun nach, verlangt von Neukunden oder bei Vertragsverlängerung 20 Euro "Servicepauschale" jährlich.
Während man sich bei T-Mobile (noch) abwartend gibt, wird auch bei Orange laut Konzernangaben eine solche Gebühr "evaluiert", sofern damit ein "Mehrwert für Kunden" einhergehe. Wobei: Auch A1 und "3" werben damit, dass im Gegenzug zur Gebühr das Tauschen und Sperren von SIM-Karten gratis sei. "3" verspricht zusätzlich noch kostenlosen Zugang zur Technikhotline und freie Rufnummernwahl. Dies sind aber meist einmalige Geschichten, während die Gebühr jährlich anfällt. Das gleiche Bild zeigt sich auch bei fixem Internet. Nachdem A1 (früher Aon) mit einer "Servicepauschale" von 15 Euro jährlich vorgeprescht ist, ziehen ab August UPC und Tele2 nach.
Kritik an "versteckter Preiserhöhung"
Arbeiterkammer-Expertin Daniela Zimmer kritisiert diese Gebühren als "versteckte Preiserhöhung", die für Konsumenten nur verwirrend sei. Die AK verweist darauf, dass verärgerte Kunden (sofern die Mindestvertragsdauer abgelaufen ist) kostenlos kündigen können, Netzbetreiber dürften keine Abschlagszahlungen für gestützte Geräte verlangen.











