Ägyptischer Google-Manager ist "einflussreichste Person"
Das "Time"-Magazine hat auch in diesem Jahr eine Liste mit den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt zusammengestellt. Auf dem ersten Platz rangiert der ägyptische Google-Manager Wael Ghonim, der eine wichtige Rolle bei dem Umsturz in seinem Heimatland gespielt hatte.

Foto © APADer ägyptische Google-Manager Wael Ghonim
Jedes Jahr wählt das "Time"-Magazine einhundert prägende Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur aus. "Ihre Ideen lösen Dialog und Meinungsverschiedenheiten und manchmal sogar eine Revolution aus", schrieb das Magazin auf seiner Internetseite. Zur einflussreichsten Persönlichkeit kürte die Zeitschrift den ägyptischen Google-Manager Wael Ghonim, der eine wichtige Rolle bei dem Umsturz in seinem Heimatland gespielt hatte.
Auch Assange und Zuckerberg auf der Liste
"Wael Ghonim steht für die Jugend, die die Mehrheit der ägyptischen Gesellschaft ausmacht", schrieb der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei in dem Porträt des Mannes. Ghonim habe verstanden, dass die sozialen Online-Netzwerke wie Facebook das "mächtigste Werkzeug für die Entwicklung von Ideen und die Mobilisierung von Menschen" geworden seien. "Time" wählte auch weitere Internet-Größen unter die 100 einflussreichsten Menschen: Den Wikileaks-Frontmann Julian Assange etwa, Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Google-Mitgründer Larry Page.
Merkel wieder auf der Liste
Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehört nach Einschätzung des Magazins wieder zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Nachdem die Kanzlerin im vergangenen Jahr aus dem Kreis gefallen war, steht sie nun als einzige Deutsche auf Platz acht der am Donnerstag veröffentlichten "Time"-Liste für 2011. "Ihre Ideen lösen Dialog und Meinungsverschiedenheiten und manchmal sogar eine Revolution aus", schrieb das Magazin auf seiner Internetseite. Die Lobschrift auf Merkel wurde von der französischen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde verfasst, die der Kanzlerin "unermüdlichen" Einsatz beim Kampf gegen die Finanzkrise in Europa bescheinigte. Ihr zurückhaltendes Auftreten gepaart mit Deutschlands Suche nach Konsens habe Merkel großen Einfluss auf der ganze Welt beschert.
Von Obama bis Justin Bieber
Dem exklusiven Kreis gehören außerdem US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Regierungschef David Cameron an. Zu den Auserwählten zählen ebenfalls der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz und der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Aus dem kulturellen Bereich kommen unter anderem der inhaftierte chinesische Künstler Ai Weiwei und US-Schriftsteller Jonathan Franzen. Auch das künftige britische Prinzenpaar William und Kate, die sich in der kommenden Woche das Ja-Wort geben, sowie der argentinische Fußball-Star Lionel Messi und das kanadische Teenie-Idol Justin Bieber schafften es auf die Liste.











