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Zuletzt aktualisiert: 14.04.2011 um 11:41 UhrKommentare

Ein Sommer ohne iPhone

Apple spannt die Kunden auf die Folter: Seit 2007 brachte man stets im Juni ein neues iPhone auf den Markt. Heuer dürfte man länger warten müssen, vielleicht sogar bis nächstes Jahr. Kommt dann auch das "iPhone Nano" - und das iPad 3 dafür schon im September? Kaffeesatz mit Apfel-Geschmack.

Design-Studie zum iPhone 5 (nicht offiziell)

Foto © Nowhere ElseDesign-Studie zum iPhone 5 (nicht offiziell)

Steve Jobs lässt sich bekanntlich nicht gerne in die Karten schauen. In Sachen iPhone spielte der Apple-Chef jedoch stets offen: Pünktlich zur Worldwide Developer Conference (WWDC) im Juni enthüllte er jedes Jahr höchstpersönlich das neueste Modell des Smartphones, um es wenige Wochen später in die Läden zu stellen. Heuer kommt alles anders, wenn man den findigen Multimedia-Bloggern von CNN, Bloomberg und der New York Times glauben will.

Dafür spricht, dass Apple bei der diesjährigen WWDC andere Dinge hat, um die sich gekümmert werden will. Allen voran steht die neueste Version von Mac OS X in den Startlöchern, genannt "Lion". Für eine letzte große Präsentation vor dem Verkaufsstart im Spätsommer ließe sich kaum ein besserer Ort finden als die WWDC mit ihrem riesigen Fachpublikum und reger Beteiligung Tausender Entwickler. Zudem wird ein Update für iOS erwartet.

Außerdem mehren sich die Gerüchte bereits seit Februar, dass Apple es mit dem iPhone 5 nicht gerade eilig hat. Technik-Journalisten von "Bloomberg" und dem "Wall Street Journal" meldeten schon damals unabhängig voneinander, dass Apple das neue Handy frühestens im Spätsommer zeigen wolle. Ende März die nächste Welle an Spekulationen: Wieder meldeten das gut vernetzte Wall Street Journal und die Fachzeitung "Macworld", dass Apple definitiv keine neue Hardware auf der WWDC präsentieren wird, sondern sich wahrscheinlich ganz auf Mac OS Lion und iOS 5 konzentrieren will.

Einen Grund zur Eile gibt es für Apple bei genauerer Betrachtung wirklich kaum. Das iPhone 4 bricht alle hausinternen Verkaufsrekorde und hält neun Monate nach Verkaufsstart auch mit neueren Android-Smartphones gut mit. Zudem wird Ende April auch das weiße Modell erhältlich sein, das wegen Produktionsproblemen immer wieder verschoben wurde. Manche Experten zeigen sich ob der wachsenden Konkurrenz zwar skeptisch, ob Apple tatsächlich sogar bis nächstes Jahr warten wird, auszuschließen ist es jedoch nicht.

Das "iPhone Nano"

In den letzten Monaten mehrten sich zudem die Anzeichen, dass Apple nicht nur an einem Nachfolger für das iPhone 4 arbeitet, sondern auch an einem kleineren, preiswerteren Vertreter. Das "iPhone Nano" könne, so die Fachpresse, gar vor dem iPhone 5 im Spätsommer oder Herbst den Weg in die Läden finden und massiv auf Cloud-Storage setzen. Die Gerüchte fallen auf einen fruchtbaren Nährboden, da Apple bereits seit zwei Jahren über ein gigantisches Datencenter verfügt, welches bis heute "arbeitslos" ist. Außerdem steht ein Relaunch des Cloud-Computing-Service "Mobile Me" ins Haus und auch die Gerüchte, dass iTunes den Weg in die Cloud finden wird, reißen nicht ab. Steckt hinter all dem ein kleines iPhone, das Inhalte nur noch per Stream beziehen wird?

Ipad 3 schon im September?

Besonders sicher ist sich die Fachpresse in Bezug auf das nächste iPad. Dieses solle "auf jeden Fall" (New York Times) noch diesen Herbst erscheinen und über ein "Retina-Display" mit hoher Auflösung – ähnlich dem des iPhone 4 – verfügen. Spekuliert wird, dass Apple die nächste Tablet-Generation künftig im September vorstellen wird, um das iPad zusammen mit den neuen iPods pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in die Läden zu bringen.

SEBASTIAN KRAUSE

Randnotiz

Apple-Chef Steve Jobs wirkt an seiner eigenen Biografie mit, die Anfang 2012 unter dem Titel "iSteve: The Book of Jobs" erscheint.

Das Buch beruht nach Angaben des US-Verlags Simon & Schuster auf Interviews mit Jobs aus den vergangenen drei Jahren sowie auf Gesprächen mit Familienangehörigen, Kollegen aber auch Konkurrenten.

Grafik © Reuters

Grafik vergrößernGibt sich verschlossen: Steve JobsGrafik © Reuters

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