Google-Festspiele in Barcelona
Überall Android! Wohin man bei der Handymesse Mobile World Congress in Barcelona auch blickte, es ging fast nur um Googles Handysystem. Apple bekommt jetzt ernste Konkurrenz.

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Die Handys selbst brachten beim Mobile World Congress diese Woche in Barcelona keine großen Innovationen hervor. Hier wurde ein schnellerer Prozessor eingebaut, dort ein neuer Sensor integriert. Wie sollte es auch anders sein? Selbst einfache und billige Smartphones sind bereits umfassend ausgestattet. Abstriche muss man in der zweiten Liga nur noch beim Bildschirm machen, den günstigen Handys fehlt manchmal nur noch ein Lagesensor (Gyroskop) für die Spielesteuerung. Die wahren Innovationen kommen aus der einen oder anderen Designidee und Zusatzprogrammen (Apps). Das soziale Netzwerk Facebook ist in viele Handys schon so stark integriert, dass es geradezu unersetzbar wurde. Für die vielen kleinen Android-Entwickler mietete Google gleich eine ganze Halle.
Das iPhone überholt
Überhaupt stellte Googles mobiles Betriebssystem Android alles in den Schatten. Zahllose neue Handys und Tablets sind voneinander kaum zu unterscheiden. Weil Google auch eine Anpassung der Benutzeroberfläche von Android 3.0 für Tablets verbietet, integrieren die Hersteller oft Funktionen mit zweifelhaftem Nutzen. LG etwa baut in seine neuen Geräte zwei rückwärtige Kameras ein, mit denen man 3D-Fotos und Videos aufzeichnen kann.
Von Apple dagegen war in Barcelona - anders als in den Jahren zuvor - kaum die Rede. Die Smartphone-Branche hat ihren Schock abgelegt und nach dem großen Reinemachen (Nokia wirft sein eigenes Betriebssystem Symbian über Bord und nimmt jenes von Microsoft) blickt man zuversichtlich in die Zukunft. Geräte mit dem Android-System haben technisch gesehen das iPhone längst überholt und auch ihre Software wird so schnell besser, dass man dabei fast zuschauen kann. Wenn Apple heuer nicht wirklich Revolutionäres zeigt, stehen die erfolgsverwöhnten Kalifornier etwas im Abseits.
Neben Google möchte auch HP an Ruf und Margen von Apples iPad nagen. Das hauseigene web-OS hat Funktionen, von denen Apple-Kunden derzeit nur träumen können. Berührt man mit einem HP-Handy das Tablet, überträgt man ohne weiteres Zutun Inhalte von einem Gerät auf das andere. Die Funktechnik dafür kommt übrigens aus Österreich.












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