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Zuletzt aktualisiert: 25.01.2011 um 14:11 UhrKommentare

Immer mehr Jugendliche sind Opfer von Cyber-Mobbing

Laut einer aktuellen Studie ist jeder zehnte Jugendliche von Cyber-Mobbing betroffen. Tatsächlich ist die Dunkelziffer noch viel höher. Hilfe für Betroffene gibt es bei einigen Servicestellen in Kärnten.

Foto © Kleine Zeitung/Erwin Scheriau (Symbolbild)

"Wir haben gerade in den vergangenen Jahren einen vermehrten Anstieg von Patienten, die aufgrund von Cyber-Mobbing depressiv und sogar suizidgefährdet sind", bestätigt der Leiter der Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters (NPKJ) am Klinikum Klagenfurt/Wörthersee, Oberarzt Wolfgang Wladika. Betroffen seien meistens Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. "Vor allem junge Menschen in der Phase der Identitätsfindung reagieren auf gezielte Falschmeldungen in sozialen Netzwerken oder per Massen-SMS sehr sensibel", erklärt Wladika in einer Presseaussendung am Dienstag. Und hier reagieren die Jugendlichen vor allem auf Anspielungen auf die sexuelle Orientierung, Beziehungen oder Drogen.

"Die Betroffenen fühlen sich wehrlos, können keine Stellung beziehen und Klarheit schaffen", so Wladika weiter. Als Folge ziehen sich die Opfer zurück. "Das ist ein absolutes Warnsignal", meint Wladika. Er appelliert an Freunde, Familie und Lehrer, aufmerksam zu sein. Aber auch betroffene Jugendliche sollen das Gespräch mit Vertrauenspersonen suchen. Wladika: "Die Problematik kann innerhalb des Klassenverbandes diskutiert werden. In schlimmen Fällen ist aber auch ein Schulwechsel ratsam."

Hilfe

Opfer von Cyber-Mobbing können sich jederzeit an Servicestellen wenden. So etwa an den Psychiatrischen Not- und Krisendienst der KABEG (0664/300 70 07). Hier kann man sich anonym von Fachleuten beraten lassen. Aber auch auf der NPKJ steht ein Arzt rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung. Zum Thema Cybermobbing findet übrigens am 10. März eine Fachtagung in St. Veit/Glan statt.


Hilfe

Opfer von Cyber-Mobbing können sich jederzeit an Servicestellen wenden. So etwa an den Psychiatrischen Not- und Krisendienst der KABEG (0664/300 70 07). Aber auch auf der NPKJ steht ein Arzt rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung.

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Zum Thema Cybermobbing findet übrigens am 10. März eine Fachtagung in St. Veit/Glan statt. Titel: "Virtuelle Welten im Erziehungsalltag."

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