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Zuletzt aktualisiert: 25.01.2011 um 12:04 UhrKommentare

Vom Facebook-Fan zum Werbegesicht

Facebook hat eine neue Form erfunden, Unternehmen Werbung zu verkaufen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die vielen Facebook-User, denen eine Marke "gefällt". Sie werden zum Gesicht der neuen Werbekampagne.

Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, ist ständig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen

Foto © APMark Zuckerberg, Gründer von Facebook, ist ständig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen wird Facebook immer kreativer. Der neueste Streich nennt sich "Sponsored Story" und funktioniert folgendermaßen: Ein Facebook-User drückt den "Gefällt mir" Button bei seiner Lieblings-Biermarke und gibt damit seine Vorliebe für diese Marke bekannt. Das sahen bisher nur die Freunde des Users und das nur einmal.

Nun kann die Biermarke allerdings eine "Sponsored Story" kaufen. Auf der Facebook-Seite erscheint nun eine Werbung mit dem Foto des Users und dem Text: "User X mag Biermarke Y". Dabei spielt es keine Rolle, ob der User seine Vorliebe vor einem Jahr oder einer Woche kundgetan hat. Der Facebook-Nutzer hat auch keine Möglichkeit, diese Art der Werbung mit seinem Gesicht zu unterbinden.

Kombination mit GPS

Noch heikler wird die "Sponsored Story" in Verbindung mit dem GPS-Dienst Facebook-Places, eine Kopie des Services von foursquare. Checkt ein User in einem Lokal oder Geschäft ein, kann dieses Unternehmen damit werben, dass dieser nun den Laden betreten hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Nutzer überhaupt möchte, dass seine Freunde das wissen.

Mit der neuen Werbeform ist Facebook wieder einmal in ein Datenschutz-Fettnäpfchen getreten. Nach den unzähligen Pannen und der millionenfachen Kritik an vielen bisherigen Verstößen gegen den Datenschutz sollten die Manager des Sozialen Netzwerkes inzwischen dazugelernt haben.

ROMAN HUBER

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