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Zuletzt aktualisiert: 04.01.2011 um 14:03 UhrKommentare

Auf den Spuren des iPad: CES wird zur Tablet-Parade

Am Mittwoch beginnt in Las Vegas die Consumer Electronics Show. Von Audiosystemen über Handys bis hin zu Autoelektronik ist alles dabei. Die größten Schlagzeilen wird aber wohl eine neue Produktgattung machen.

Verkehrte Welt bei der CES:

Foto © APVerkehrte Welt bei der CES:

Die Technik-Branche gibt traditionell im glitzernden Las Vegas einen Ausblick auf die Trends des Jahres: Die Consumer Electronics Show (CES) Anfang Jänner gilt als Leitmesse für Computer, Fernseher und Gadgets. Von Glanz war in den vergangenen Jahren aber wenig zu spüren, in der Krise ging gerade den Käufern in den USA die Shoppinglust verloren. Bei der diesjährigen Auflage der Messe (6.-9. Jänner) hofft die Branche wieder auf mehr Glamour - vor allem durch neue Tablet-Computer.

Die im Voraus bekanntgewordenen Zahlen lassen auf eine erfolgreiche Messe hoffen. 2.500 Aussteller haben sich angekündigt, davon rund 1.200 aus dem Ausland. Der Veranstalter, die Elektro-Handelsorganisation CEA, rechnet bis Sonntag mit 120.000 Besuchern - eine zurückhaltende Prognose, kamen doch schon im Vorjahr bei einer deutlich schlechteren Wirtschaftslage 126.000. Viele Hotels in Las Vegas sind jedenfalls ausgebucht. Die Messe richtet sich an Industrie, Handel und Medien. Privatbesucher haben keinen Zutritt. /p>

Die CEA hat Neuigkeiten in 15 Kategorien angekündigt - von Audiosystemen über intelligente Häuser, digitale Fotografie und Computerspiele bis hin zu Autoelektronik. Die meisten Schlagzeilen werden aber wohl Tablet-Computer machen. Auf den Spuren des so erfolgreichen iPad von Apple haben etliche Unternehmen eigene Flachrechner entwickelt. Lenovo hat im Vorfeld der Messe bestätigt, dass es mehrere Geräte zeigen wird. Auch die Handyhersteller Motorola und HTC dürften in Las Vegas mit ihren Modellen am Start sein.

Tablets soweit das Auge reicht

Etliche Geräte werden Googles Software Android unter der Haube haben - die Frage ist allerdings welche Version. Denn bislang ist das System vor allem für Smartphones konzipiert. Erst eine neue Version - Codename Honeycomb (Honigwabe) - soll besser auf die Besonderheiten von Tablets ausgerichtet sein. Gerüchten zufolge wollen Toshiba, LG und Motorola ein Gerät mit Honeycomb vorstellen.

Auch Microsoft-Chef Steve Ballmer könte in seiner Eröffnungsrede einen Tablet-Computer mit dem hauseigenen Betriebssystem Windows 7 ankündigen - wieder einmal. Das im Vorjahr präsentierte Gerät von Hewlett-Packard namens "Slate" lässt allerdings immer noch auf sich warten. Vorreiter Apple hält sich traditionell von Messen fern und zeigt seine Innovationen auf eigenen Veranstaltungen.

Eine echte Neuerung gibt es bei den Prozessoren. Intel und AMD werden Chips präsentieren, die Rechen- und Grafikeinheit auf einem Stück Silikon vereinen. Diese Neuerung beschleunigt die Datenverarbeitung und senkt den Stromverbrauch.

Die Folge: Computerhersteller sparen Geld, weil sie weniger Komponenten einkaufen müssen. Und das Doppelherz spart Platz - das erleichtert es, die Geräte weiter zu schrumpfen. Selbst Netbooks könnten so eines Tages mit aufwendiger Grafik klarkommen - derzeit ein Manko. Die Produktlinie von Intel trägt den Codenamen "Sandy Bridge", AMD nennt seine neuen Prozessoren "Fusion".


Fernsehen, mal anders

Eine tragende Säule der Elektronikindustrie ist die Fernsehsparte. Die Umstellung auf Flachbildschirme mit HD-Qualität hat der Branche in den vergangenen Jahren fette Zuwachsraten beschert.

Da viele Konsumenten damit ausgerüstet sind, sucht die Branche Technologien, die die Fantasie der Käufer und Börsianer anregt - etwa 3D oder Internet-Fernsehen. CES-Besucher dürfen sich auf einen Schwung neuer Geräte und Dienste freuen.

Fakten

Intel bietet der Filmindustrie eine neue Technik gegen die Verbreitung von Raubkopien.

Schon vor dem offiziellen Start der neuen Chip-Generation "Sandy Bridge" am Mittwoch auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas wurde bekannt, dass die neuen Prozessoren einen Hardware-Kopierschutz enthalten, der im Unterschied zu Software-Lösungen für den Schutz des Urheberrechts nicht zu knacken sein soll.



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