Neue Tablets braucht die Welt - oder?
Die Jagd auf das iPad von Apple geht gleich zu Beginn des Jahres weiter. Die gigantische US-Messe CES zeigt der Welt zum Jahresauftakt, wie sich Motorola, Toshiba und Co ihr Stück vom Tablet-Kuchen sichern wollen.

Foto © APiPad und Galaxy Tab: Zwei von vielen auf der CES
Nach dem Erfolg von Apple sind auch die Rivalen hungrig, Konzerne wie Motorola, Lenovo und Toshiba, die den Geräten mit dem angebissenen Apfel endlich Konkurrenz machen wollen. Auf der am 6. Jänner beginnenden Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas werden sie nach Einschätzung von Analysten mit eigenen Modellen aufwarten. Es wird erwartet, dass im laufenden Jahr mehr als 50 Millionen dieser Geräte über die Ladentische wandern.
Ob der Tablet-Boom jedoch der CES angesichts ihres bröckelnden Ruhms zu einem Comeback verhilft, ist fraglich. Seit Jahren leidet die Messe in der Glitzermetropole unter der Abwesenheit eines der größten Konzerne der Tech-Branche. Apple nutzte zuletzt andere Plattformen, um Neuerscheinungen wie das iPhone 2007 oder eben 2010 das iPad vorzustellen. Obwohl der CES damit meist der große mediale Knall fehlt, reisen Konzernvorstände, Journalisten und Computerfreaks in Scharen nach Nevada. Es wird mit rund 125.000 Besuchern gerechnet. Zeitgleich zur viertägigen CES findet in Las Vegas eine Erotikmesse statt.
Wo bleibt der 3-Boom?
Im vergangenen Jahr hatten die Chefs großer Technologiekonzerne 3D als große Innovation auf dem Fernsehmarkt angekündigt, letztlich fehlte aber der große Donnerschlag. In diesem Jahr wird die Branche wohl die Webfähigkeit von TV-Geräten anpreisen. Im Gegensatz zum Tablet-Markt gibt es in diesem Bereich noch keinen dominierenden Anbieter. An Aspiranten mangelt es allerdings nicht. "Es wird für eine Weile der Wilde Westen sein", sagte NPD-Analyst Stephen Baker. Den Kampf um wichtige Marktanteile werden vor allem Samsung, Sony und LG Electronics ausfechten. Doch auch Google wird eine Rolle spielen, obwohl sich das Fernsehprojekt des US-Konzerns verzögert. Noch fehlt es häufig mehr an Inhalten als an Geräten.
Auf dem riesigen CES-Gelände präsentieren Konzerne wie Sony, Samsung Electronics, Microsoft und Intel ihre jüngsten Entwicklungen - von der Kamera, übers Home-Entertainment bis zu Computern. Nach der Finanzkrise sitzt den Verbrauchern das Geld wieder lockerer in der Tasche. Branchenvertreter rechnen in den USA mit einem Umsatzanstieg bei der Unterhaltungselektronik von vier Prozent 2011.
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Revolution bei Microsoft?
Für wirklichen Aufruhr könnte Microsoft auf der CES sorgen. Medienberichten zufolge könnte Konzernchef Steve Ballmer eine neue Windows-Version vorstellen, die für Geräte mit ARM-Chips geeignet ist.
In der Branche wäre das eine kleine Revolution: Der Konzern setzt bisher mit der Kernversion seines Betriebssystems auf Intel-Chips. ARM-Chips dominieren jedoch den Tablet-Markt.











