Rosstäuscher
Seit es die Menschheit gibt, gibt es auch Versuche, den lieben Mitbruder über den Tisch zu ziehen.
Die Rosstäuscher früherer Zeiten waren aber darauf angewiesen, dass sich ihre Opfer auf den Marktplatz bemühten. Heutzutage, im virtuellen Markt, braucht man das eigene Heim nicht zu verlassen, und kann dennoch saftig draufzahlen.
Leichte Beute für gewiefte Geschäftemacher waren und sind die Schnäppchenjäger. Leute also, die ein besonders gutes Geschäft zu ihren Gunsten machen wollen. Wird diese Leidenschaft zur blinden Gier, sind sie gern bereit, Fallen zu übersehen.
Diesen Teil der Verantwortung kann den Konsumenten niemand abnehmen.
Aber auch der Gesetzgeber hat eine Verpflichtung. Zwar muss er dafür sorgen, dass Kunden und Firmen so einfach wie möglich miteinander ins Geschäft kommen. Das darf aber nicht als Ausrede dafür dienen, um Gaunern den Weg in die Geldtaschen der Bürger zu öffnen.
Wenn der geblendete Kunde dem vermeintlich geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut, muss der Staat strenge und wirksame Regeln aufstellen. Freier Geld- und Warenverkehr in der EU muss Hand in Hand mit grenzübergreifendem Konsumentenschutz gehen.










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