Null-Euro-Handys sind "teuer"
Null-Euro-Handys sind wegen höherer Handytarife und langer Bindung oft ein Fallstrick.

Foto © AP Null-Euro-Handys kommen oft sehr teurer
Ein Handy um null Euro? Auch wenn wir diese "Preise" gewohnt sind, sollten wir sie hinterfragen. Die Minutenpreise sind im Keller und auch das Überall-Internet wird günstiger - Mobilfunker haben längst nichts mehr zu verschenken. Wer sich für ein "Null-Euro-Handy" entscheidet, muss sich lange an Betreiber und Tarif binden. Weil das Gerät finanziert werden muss, liegt auf der Hand, dass es kein Schnäppchen sein kann.
Handyverträge sind trotz viel Kleingedrucktem durchschaubar: Man weiß, wie viel einmalig fällig wird und was man pro Monat mindestens (ohne Roaming oder SMS ins Ausland) zu bezahlen hat. So lässt sich eine einfache Rechnung aufstellen: Handypreis + Anmeldegebühr + 24 x Grundgebühr = Gesamtkosten. Diese kompletten Vertragskosten relativieren den Preis des "geschenkten" Handys rasch.
Preisbrecher
Hat man diese Kosten errechnet, kann man sie mit den Diskontern vergleichen. Bob oder Yesss bieten zwar keinen Service, dafür unschlagbare Preise. Beispiel BigBob: Für 12,80 Euro bekommt man dieselbe Leistung (1000 Minuten in alle Netz, ein GB Daten), die im Mutternetz (A1) etwa das Dreifache kostet. Dazu gibt es die gleiche Sprach- und Datenqualität sowie keine Vertragsbindung.
Dementsprechend groß fallen die Ersparnisse über 24 Monate aus. Meldet man bei A1 ein Nokia N900 zu einem All-inclusive-Vertrag an, werden dafür über zwei Jahre hinweg 1366 Euro fällig. Bei BigBob würde man mitsamt eines neuen iPhones 3GS aus Italien (599 Euro) nur rund 921 Euro bezahlen. Die Ersparnis beträgt 445 Euro. Noch höher ist der Unterschied im Vergleich von Orange (1400 Euro) und Yesss (908 Euro): 492 Euro. Achtung, die Tarife können schwanken und weil sich Mobilfunkverträge in zahllosen Details unterscheiden, werden dabei Äpfel mit Birnen verglichen. So gibt es bei Orange mehr Datenvolumen (3 GB) zum Vertrag als bei Yesss (400 MB-Paket), bei A1 mehr Minuten als bei Bob. Zudem können noch Zusatzgebühren für die Rufnummern-Mitnahme anfallen. Aber im Groben stimmt das Bild.
iPhone-Import
Tolle Handys ohne SIM-Sperre kauft man am besten bei Amazon. Hier hat man günstige Preise, volle Gewährleistung und ein relativ kulantes Rückgaberecht, wenn einem das Gerät doch nicht gefällt. Auch wenn Amazon viel Auswahl hat, jedes smarte Handy führt man nicht.
Apples iPhones (Ende Juni/Anfang Juli kommen neue Modelle!) etwa gibt es ohne SIM-Sperre in praktisch allen Handy-shops in Italien. Aber Achtung: Auch wenn man es offen kaufen kann, die Gewährleistung gibt es in diesem Fall nur in Italien.










