Nach iPhone-Story: Blogger will Polizei klagen
Ein liegen gelassener Prototyp des neuen iPhone machte den Blogger Jason Chen von Gizmodo zum Medienstar. Nach einem Bericht über das Gerät wurden Handy und PC beschlagnahmt. Nun will Gizmodo die Polizei verklagen.

Foto © gizmodo.com, KKEine Geschichte über einen iPhone-Prototypen brachte einen Blogger in Schwierigkeitn
Der kalifornische Technik-Blog Gizmodo erwägt nun einer Klage gegen die örtlichen Polizeibehörden. Nach einem Bericht über einen Prototyp des iPhone 4G von Apple hatte die Polizei die Büros von Gizmodo durchsucht und Computer und Handys beschlagnahmt.
Dieses Vorgehen habe gegen das ?California Journalist Shield Law“ verstoßen. Ein Gesetz, das verhindern polizeiliche Durchsuchungen in Redaktionen verhindern soll. In dem Rechtsstreit könnte auch geklärt werden, ob Blogger Journalisten gleichgestellt werden, die in allen Industriestaaten Sonderrechte genießen.
Der Mutterkonzern von Gizmodo hat das Vorgehen schon zuvor als illegal bezeichnet. Laut cnet.com habe der Anwalt des Blogs bereits erreicht, dass PC und Handy des Autors Jason Chen nicht durchsucht werden, bis die Lage geklärt ist.
Die Polizeibehörden hatten vor der Durchsuchung durchaus abgewogen, ob diese Vorgehensweise gesetzeskonform sei und sich dann für die Beschlagnahmung der Arbeitsmaterialien Chens entschieden.
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Rechte von Journalisten
In Kalifornien werden Journalisten durch ein eigenes Gesetz vor polizeilichen Durchsuchungen geschützt. Das geschieht vor allem, um geheime Informanten zu schützen.
In Österreich gibt es ähnliche Gesetze. Ein Journalist darf vor Gericht die Aussage verweigern, Durchsuchungen von Redaktionen oder Wohnungen dürfen nur bei dringendem Tatverdacht durchgeführt werden. Das gilt auch für das Abhören der Telefone und Online-Durchsuchungen der Computer.










