Von der Generation SMS zur Generation Apps
Mobile Miniprogramme am Handy boomen. Fast jeder dritte Handy-Kunde besitzt bereits ein Smartphone, besonders beliebt sind die Geräte bei Männern unter 29. 85 Prozent der Smartphone-Kunden nutzen Apps.

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Die Handynutzer sind in einem neuen Zeitalter angelangt: "Wir springen von der Generation SMS zur Generation Apps (engl. Applications, Anwendungen, Anm.)", sagte Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der mobilkom austria bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Mobile Miniprogramme am Handy - vom Navigationssystem bis zur Erkennung von Musiktiteln - boomen. Und die Daten sollen den Mobilfunkern recht geben: Fast jeder dritte Handy-Kunde nützt ein Smartphone, 85 Prozent der Smartphone-Kunden nutzen Apps.
Mobile Nutzung
Den größten Anteil an Smartphone-Nutzern machen junge Männer von zwölf bis 29 Jahren aus (45 Prozent). Mehr als jeder fünfte der bis 29-Jährigen könne sich künftig eine Nutzung von Apps vorstellen, so die Ergebnisse einer aktuellen Social Impact Studie. Daten mobil nutzen zu können wird für die Kunden immer wichtiger, sagte Ametsreiter. Das würde auch das Mobilfunknetz vor neue Herausforderungen stellen. Bis 2013 will die mobilkom mehr als 4.000 Basisstationen an das Glasfaser-Netz anbinden.
Zu den am meisten genutzten Apps zählen E-Mail, mobiles Internet, Navigation oder Facebook. Derzeit ist ein Großteil der verfügbaren Apps kostenfrei. Neue Smartphone-Tarife sollen laut Ametsreiter künftig ein größeres Datenvolumen inkludieren.
Immer mehr Österreicher tippen immer mehr am Handy, sagte Rudolf Bretschneider von GfK Austria. Vor 15 Jahren wurde das erste SMS Österreichs verschickt. 1999 wurden wöchentlich sieben SMS getippt, 2010 liegt dieser Wert bei durchschnittlich 18. Die Zahl der SMS-Nutzer ist im gleichen Zeitraum um 33 Prozentpunkte angestiegen (1999: 55 Prozent, 2010: 88 Prozent).
Acht von zehn Handybesitzern haben das Mobiltelefon immer bei sich, fast zwei Drittel können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen. Das Handy wird wieder das, was es ganz am Anfang schon einmal war: Ein Statussymbol, meinte Bretschneider. Für die Studie wurden 1.150 österreichische Handynutzer ab zwölf Jahren befragt.










