Cebit: Razzia gegen "Kopierer"
Bei acht Ausstellern auf der Technologiemesse Cebit beschlagnahmten Ermittler Beweismaterial. Die Unternehmen sollen gegen das Patentrecht verstoßen und ihre Produkte bei anderen Anbietern abgekupfert haben.

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Wegen des Verdachts auf Patentverletzungen haben Fahnder auf der Technologiemesse Cebit ermittelt. Der Staatsanwaltschaft in Hannover lagen 28 Anzeigen von Rechteinhabern vor, die meisten wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Patentrecht, wie Gerichtssprecher Michael Siegfried der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" vom Donnerstag sagte. Dem Bericht zufolge waren Polizei, Staatsanwälte und erstmals auch Ermittlungsrichter bereits am Montag, dem ersten Messetag, im Einsatz. Sie stellten demnach in 14 Fällen Schutzrechtsverletzungen fest.
Asiatische Aussteller im Visier
In acht Fällen ordneten die Ermittlungsrichter laut "HAZ" die Beschlagnahme von Beweismaterial an, darunter MP3-Spieler, Fernsehempfänger und Unterlagen. Die betroffenen Aussteller hätten zudem Zahlungen in Höhe der zu erwartenden Geldstrafen, Geldbußen und Verfahrenskosten leisten müssen. Gerichtssprecher Siegfried machte zunächst keine Angaben zur Herkunft der betroffenen Aussteller. Im vergangenen Jahr waren die Ermittler vorwiegend gegen asiatische Messeteilnehmer vorgegangen.
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Bis Samstag stellen rund 4.150 Unternehmen aus 68 Ländern ihre Produkte und Neuheiten aus. Damit verlor die CeBIT nach einem kräftigen Einbruch im Wirtschaftskrisenjahr 2009 weitere Aussteller. Im vergangenen Jahr war die Ausstellerzahl auf rund 4.300 gefallen - von mehr als 5.800 Unternehmen im Jahr 2008.










