Wenn Offenheit gefährlich wird
Facebook & Co. sollte man nicht verteufeln, aber die Gefahren kennen.

Foto © Erwin Scheriau/Sujet
Viele Computernutzer haben ein Problem mit Passwörtern. Statt komplizierter Kennwörter wird allzu oft nur der Name der Ehefrau oder eines der Kinder dafür benutzt. Im Zeitalter von Facebook & Co. ist es sehr einfach, solche Informationen zu finden. Auch wenn das nicht unmittelbar weiterhilft, erleichtert es die Arbeit von Hackern doch enorm. Etwa bei der "geheimen Frage", wenn man sein Passwort "vergessen" hat. "Social Engineering" nennt sich eine Form der Datengewinnung, die schwere Folgen haben kann.
Dramatisch wird es, wenn der Datendieb (kann auch ein mobbender Mitschüler sein) das Passwort für die Mailbox errät. Bei so gut wie jedem Webdienst kann man nämlich mit einem Klick auf "Passwort vergessen" ein neues Kennwort per E-Mail anfordern. Wer Kontrolle über die Mailbox einer Person hat, hat somit auch die Kontrolle über dessen Online-Leben.
Komplizierte Passwörter alleine sind nicht die einzige Gefahr. So manche digitale Information kann für ganz analoge Langfinger interessant sein. Wer etwa eine Reise im Voraus ankündigt, gibt Einbrechern wertvolle Tipps für ungestörtes Arbeiten. Daher lohnt es sich, den Urlaub erst im Nachhinein mit Fotos im Web zu dokumentieren. Auch das Prahlen mit teuren Einkäufen ist aus diesem Grund völlig daneben.
Überhaupt lohnt sich eine ganz einfache Überlegung: Wer bekommt meine Updates auf Facebook oder ähnlichen Seiten zu Gesicht? Die gute Nachricht ist, dass man das sehr fein steuern kann. Rechts oben findet sich in Facebook der Link für die Einstellungen. Unter Privatsphäre kann man steuern, wer was lesen darf. Im Bedarfsfall lassen sich einzelne "Freunde" auch blockieren. Die sehen dann gar nichts mehr.
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Zum Thema
Fakten
Soziale Netzwerke werden von etwa drei Viertel aller Internetuser aufgesucht und werden meist zur Kontaktpflege oder für berufliche Zwecke genutzt.
Mit über 250 Millionen Nutzern weltweit liegt das beliebteste Social Network Facebook weit vor seinen Konkurrenten Myspace (125 Millionen User), Twitter (40 Millionen), Linkedin (35 Millionen), den VZ-Netzwerken (15 Millionen), Xing (7 Millionen) und Asmallworld (4 Millionen).
In Österreich sind mittlerweile 900.000 User dem Facebook-Hype verfallen.
Fakten
Kein Name oder ein Wort aus dem Duden!
Sonderzeichen: Es empfiehlt sich der Einbau von Ziffern und @!#% . . .
Sätze wie "1ch bin lusti%" sind sicher und merkbar.
Wechsel: Passwörter nie lange behalten.










