Mehrwert-SMS: Handy-Rechnungen kontrollieren
Teuer für zugesandte SMS-Botschaften bezahlen, die man gar nie bestellt hat? Leider treiben Handy-Betrüger mit Mehrwert-SMS ihr Unwesen. Betroffene sollten Rechnung umgehend beeinspruchen.

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"Hallo! Kennst du mich noch?" "Ein Traumauto zum Schnäppchenpreis! Senden Sie jetzt ein JA zurück und Sie sind dabei!" Wenn am Handy aus heiterem Himmel derartige Kurznachrichten (SMS) aufscheinen, und noch dazu von einer unbekannten Nummer, die mit 0900 oder 0930 beginnt, dann sollte nicht nur das Handy, sondern auch alle Alarmglocken beim Empfänger läuten. Denn dann hat man es höchstwahrscheinlich mit Handy-Betrügern zu tun, wo der Empfänger Unsummen für SMS bezahlen muss, die er gar nicht bestellt, geschweige denn ein SMS-Abo (z.B. für Fußballergebnisse, Wetterdienste) abgeschlossen hat.
Genau mit diesem bösen Erwachen war auch unser Leser, Herr Sch. aus Klagenfurt, konfrontiert. Allein im Juli musste er für bloß zehn ankommende - und nicht bestellte - Mehrwert-SMS 37,49 Euro berappen, im Juni waren es auch 25 Euro. "Ein skandalöser Zustand", wie Herr Sch. meint.
Damit ist er nicht allein: Schon 462 Beschwerdefälle zur SMS-Abzocke sind seit Jahresbeginn bei der Regulierungsbehörde RTR eingetroffen, erklärt Sprecherin Michaela Ilming. Die RTR versucht nun verstärkt gegen "schwarze Schafe" bei SMS-Diensten vorzugehen (siehe Tipps links). Betroffen seien jedenfalls Kunden von allen Netzbetreibern. Die Geschäfte der Mehrwertdienste, die ihren Sitz meist in irgendeiner Steueroase haben und daher schwer zu belangen sind, blühen nach wie vor.
"Das Problem tritt seit seit Jahren regelmäßig auf, wir können es aber schwer aufhalten", beteuert T-Mobile Sprecherin Susanne Herrnberger-Naglis, wo auch Herr Sch. Kunde ist. Diese Mehrwert-SMS würden per Zufallsgenerator an Tausende Nummern gesendet werden.
Geld zurück
Warum werden den Kunden dann solche Mehrwert-SMS verrechnet? "Weil wir bei 3,4 Millionen Kunden nicht immer erkennen können, ob diese SMS erwünscht sind oder nicht", so Herrnberger-Naglis. Wohl aber werde sämtlichen betroffenen Kunden, die glaubhaft versichern könnten, dass sie kein SMS-Abo bestellt haben, die Schadenssumme refundiert, versichert die T-Mobile- Sprecherin.










