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Google kann das iPad nicht finden Nach iPod und iPhone stellt Apple den iPad vor Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Multimedia Nächster Artikel Google kann das iPad nicht finden Nach iPod und iPhone stellt Apple den iPad vor
Zuletzt aktualisiert: 26.05.2009 um 17:23 UhrKommentare

Die Antwort-Maschine im WWW

Wolfram Alpha bringt den Markt der Internet-Suchmaschinen gehörig durcheinander. Obwohl grundverschieden, könnte sie Google ordentlich Konkurrenz machen.

Beispiel: Sucht man nach "Graz" findet die Suchmaschine keine Artikellisten wie Google, sondern spuckt alles Wissenswerte auf einen Blick aus

Foto © ScreenshotBeispiel: Sucht man nach "Graz" findet die Suchmaschine keine Artikellisten wie Google, sondern spuckt alles Wissenswerte auf einen Blick aus

Um Google am Suchmaschinenmarkt zu schlagen, muss man anders sein. Ganz anders. Die etablierte Konkurrenz macht im Wesentlichen das, was der Primus auch macht: Sie durchsucht das Web, streicht Blödsinn aus den Ergebnis-Listen und präsentiert das mehr oder weniger gleich wie Google. Seit kurzem kann man aber auch ganz anders suchen. Oder vielmehr: finden. Mit Wolfram Alpha (www.wolframalpha.com) betrat die Idee des Mathematik-Genies Stephen Wolframs die Bühne. Siehe da: Die Suchmaschine, die eigentlich keine sein will, ist innovativ und vielleicht gerade deshalb in aller Munde.

Einzige Parallele zu Google & Co. ist das Suchformular. Während die etablierte Konkurrenz einfach nur Links bietet, die möglicherweise die gewünschte Information beinhalten, zeigt Wolfram Alpha diese gleich an. Und nicht nur das: Die Antwort wird mit Hilfe von Charts aufgewertet. Zudem kann man neben einzelnen Stichworten auch ganze Fragen eingeben - allerdings derzeit nur auf Englisch und in spezieller Form. Ein Blick auf die Suchbeispiele hilft oft weiter. Wolfram Alpha weiß noch allzu oft nicht mehr weiter. Was sie aber weiß, ist erstaunlich.

Verknüpfte Daten. Die Suche nach "Internet Users in Europe" listet nicht nur deren exakte Zahl (289,9 Millionen) auf, sondern zeigt auch Tabellen für alle 48 Länder. Sucht man nach "Graz", bekommt man neben Daten zur steirischen Landeshauptstadt auch Wetterinformationen. Wolfram Alpha kann auch mathematische Funktionen errechnen, Aktienkurse vergleichen oder gibt Wissenswertes zu jedem Tag in der Vergangenheit.

Hilfreich. Im Alltag kann hilfreich sein, dass man etwa beim Eingeben von "2 Apples, 1 Orange" gleich deren Kalorien-Wert erfahren kann. Studenten dürfte freuen, dass viele naturwissenschaftliche Fragen beantwortet werden. Auch Humor beweist die Site mit einigen Antworten. Fragt man Wolfram Alpha etwa nach dem "Meaning of Life" (Der Sinn des Lebens) erhält man die Antwort "42" - frei nach Douglas Adams' Roman "Per Anhalter durch die Galaxis". Schreibt man einfach nur "Hello" ins Suchfeld, wird man mit "Hello, Human" begrüßt. Die Frage nach dem Befinden ("How are you?"), beantwortet Wolfram Alpha mit "I am doing well, thank you."

Eines ist klar: Wolfram Alpha steckt noch ganz am Anfang, hat aber unglaubliches Potenzial. In die Begeisterung für diese Innovation mischt sich aber auch ein wenig Kritik. Die Quellen für die Ergebnisse finden sich sehr versteckt am unteren Rand und sie sind nicht immer ganz klar.

GEORG HOLZER

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Praktisch

Neben der Eingabemaske selbst kann WolframAlpha auch den Standort des Nutzers als Parameter für die Antwortsuche heranziehen. Wird zum Beispiel in England nach "Washington" gefragt, gibt es zunächst aufgrund der geographischen Nähe Informationen zu einer Stadt in Mittelengland.

Foto

Foto © Screenshot

WolframAlpha.com zeigt keine Links, sondern echte ErgebnisseFoto © Screenshot

Belegbar

Über ein Pop-Up-Menü am unteren Rand der Ergebnisausgabe liefert WolframAlpha eine Liste diverser Quellen zum Thema. Dort stößt man je nach Thema auf Werke wie die Encyclopedia Britannica, wissenschaftliche Publikationen oder auch relevante Onlinequellen.

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