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    Zuletzt aktualisiert: 28.04.2009 um 16:08 UhrKommentare

    US-Behörden "zwitschern" auch

    Als die Polizei in Milwaukee kürzlich schnell die Nachricht von einem Mord verbreiten wollte, brauchte sie dafür nur 113 Anschläge. Die Meldung wurde mit Angabe des genauen Tatorts im Kurznachrichtendienst Twitter verschickt.

    Polizei-Sprecherin von Milwaukee, Anne E. Schwartz, twittert

    Foto © APPolizei-Sprecherin von Milwaukee, Anne E. Schwartz, twittert

    "Weitere Einzelheiten, sobald wir sie haben", hieß es zum Abschluss in dem Eintrag. Die Polizei von Milwaukee ist nur eine von einer wachsenden Zahl an Polizei- und Feuerwehrdienststellen in den USA, die versuchen, Dienste wie Twitter zu nutzen. Einige Behörden warnen zum Beispiel Autofahrer vor Staus, andere geben Tipps zur Vorbeugung vor Verbrechen oder Verhaltenshinweise bei Waldbränden, Bombendrohungen, Schulschließungen und Evakuierungen.

    Wer folgt? Bei Twitter entscheidet über die Reichweite vor allem die Zahl der sogenannten Follower, das sind diejenigen, die die Nachrichten eines bestimmten Anbieters abonniert haben. Und öffentliche Behörden liegen da noch weiter hinter Promis wie Lance Armstrong und Demi Moore, die mehr als 500.000 Anhänger haben. Die Polizei von Milwaukee kommt nur auf rund 900. Aber prinzipiell kann jeder Nutzer von Twitter die Nachrichten sehen. Die Sprecherin der Polizei von Milwaukee, Anne E. Schwartz, hält den Dienst deshalb auch für sinnvoll und erklärt: "Wir versuchen, die Menschen dort zu erreichen, wo sie ohnehin schon noch Informationen suchen."

    Lizenz zum zwitschern. Ein Manko von Twitter ist, dass Identitäten keineswegs klar sind. Jeder kann behaupten, eine bestimmte Polizeidienststelle zu sein. Im März erreichten die Behörden von Texas die Schließung einer Twitter-Adresse, die sich "Austin PD" (Polizeibehörde Austin) nannte, 450 Follower hatte und das offizielle Emblem der Stadt benutzte. Wer dahinter steckte, ist nicht bekannt. Die Mitteilungen waren aber immerhin so gehalten, dass sie als Scherz zu erkennen waren. Schwartz verweist darauf, dass jeder, der Zweifel an der Echtheit hat, bei der Polizei anrufen kann. Zudem gebe es bei den meisten Mitteilungen auch einen Link zur offiziellen Polizei-Website.

    Senden und empfangen. Während die Polizei in Milwaukee und andernorts Twitter vor allem nutzt, um die Menschen auf Nachrichten hinzuweisen, nimmt die Feuerwehr in Los Angeles auch Meldungen über Twitter entgegen. Sprecher Brian Humphrey erklärt, er habe Twitter 2007 während des Waldbrands im Griffith Park genutzt, um nach Begriffen wie "LA" und "Feuer" zu suchen, um in Echtzeit Informationen über neue Brände und die Richtung der Feuer zu bekommen. Dies gab er dann an die Feuerwehrmänner vor Ort weiter.

    Nur "ergänzend". Er wisse um die Risiken bei Twitter, sagt Humphrey. Aber die Behörde nutze ja auch weiter die traditionellen Medien und andere Wege, um ihre Informationen zu verbreiten. Die Bundespolizeibehörde FBI nutzt Twitter (FBIPressOffice) seit Herbst und hat mehr als 2.000 Follower, darunter auch mindestens 150 Behörden für öffentliche Sicherheit.

    Auch Obama twittert. Special Agent Jason Pack erklärt, Twitter werde für Stellenausschreibungen, Informationen über Computerwürmer, Flüchtige und vermisste Kinder genutzt. Während der Amtseinführung von Präsident Barack Obama wurden auch Informationen über Kontrollstellen und gesperrte U-Bahnhöfe in Washington über Twitter verbreitet. Für Pack ist Twitter noch ein Test. Er will mit dem Dienst vor allem die Öffentlichkeit informieren. Zu oft hänge die Meinung vom FBI vom Fernsehen ab, sagt Pack. "Wenn wir die Möglichkeit haben, selbst die Leute zu informieren, dann ist das eine gute Sache."


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    Bild vergrößernSo sieht eine Polizeimeldung via "twitter" ausFoto © AP

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