Google will sich in Oberösterreich ansiedeln
Der Internet-Suchmaschinenbetreiber Google will sich in Oberösterreich ansiedeln.

Foto © AP
Unternehmenssprecher Kay Oberbeck hat
den Kauf eines 75 Hektar großen Grundstückes - das entspricht rund
zehn Fußballfeldern - für die Errichtung eines Rechenzentrums in der
Gemeinde Kronstorf im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich in einer
Presseaussendung heute, Donnerstag, offiziell bekanntgegeben.
Ebenfalls am Donnerstag informierten der oberösterreichische
Landeshauptmann Josef Pühringer, Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl
(beide V), Umweltlandesrat Rudi Anschober (G), der Geschäftsführer
der Oö. Technologie- und Marketinggesellschaft Manfred Eder und die
Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Kronstorf und Hargelsberg,
Wilhelm Zuderstorfer und Manfred Huber (beide V), in einer
Pressekonferenz in Linz über das Projekt.
Zwei Jahre.
Es wurde ein Zeitraum von zwei Jahren bis zu einer Inbetriebnahme
genannt. In einer ersten Phase würden 50 bis 100 qualifizierte
Arbeitsplätze geschaffen. Das Investment sollte sich bis zum Start in
einem dreistelligen Millionenbereich bewegen. Genaue Zahlen wurden
aber in Oberösterreich nicht veröffentlicht - unter Hinweis auf die
gegenüber Google eingegangene Verpflichtung zur Geheimhaltung.
Noch keine genauen Pläne.
Das Rechenzentrum befindet sich laut Oberbeck noch in der
Untersuchungsphase. Deshalb gebe es noch keine unmittelbaren Pläne
für den Baubeginn, da zuerst eine Reihe von technischen
Untersuchungen und Planungsarbeiten durchgeführt werden müssten. Das
Rechenzentrum sei zur bestmöglichen Unterstützung der Produkte und
Services von Google notwendig. Das Grundstück biete sich an, weil es
sehr gute Voraussetzungen mitbringe. Oberbeck nannte ein
wirtschaftsfreundliches Umfeld mit exzellenten Fachleuten vor Ort,
sehr gute infrastrukturelle Voraussetzungen und die besten
Bedingungen, um auch zukünftig ausgezeichnete Talente und Mitarbeiter
für den Standort gewinnen zu können.
Signal für die Zukunft.
Das Projekt habe mehrere Decknamen getragen, darunter "A4" - die
vier Kinder des Projektentwicklers haben jeweils den Buchstaben A in
ihren Vorhaben. Auch die Bezeichnung COTU (Center of the Universe)
sei verwendet worden. Der Suchmaschinen-Betreiber habe umfangreiche
Anforderungen an den Standort gestellt. Entscheidend seien letztlich
die Größe des verfügbaren Grundstückes und die vorhandene
Infrastruktur wie Elektrizität, Kühlwasserversorgung und
Verkehrsanbindung gewesen. Pühringer stellte fest, die Entscheidung
von Google sei mehr als nur eine Betriebsansiedlung. Sie sei ein
"Zukunftssignal" und eine Auszeichnung und Aufwertung Oberösterreichs
als Wirtschaftsstandort.
Fakten
Um die Betriebsansiedlung wurde eineinhalb Jahre lang verhandelt. Insgesamt zwölf Länder in Europa seien anfangs im Rennen gewesen. Insgesamt fünf österreichische Bundesländer hätten Angebote gelegt.














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