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Zuletzt aktualisiert: 21.09.2008 um 18:52 UhrKommentare

Gratis-Festplatte im Internet

Diverse Dienste versprechen kostenlosen Speicherplatz im Web. Damit sichert man wichtige Dateien zuverlässig und hat von überall auf der Welt ständig Zugriff auf sie.

Die "klassische" Festplatte könnte bald ausgedient haben

Foto © aboutpixel.de | SimbärDie "klassische" Festplatte könnte bald ausgedient haben

Kaum ein Privatnutzer braucht mehr als fünf Gigabyte für seine Word-Dokumente oder Powerpoint-Präsentationen. Weil das heutzutage keine allzu großen Datenmengen mehr sind, liegt es nahe, die zusätzlich im Web zu speichern. Dafür gibt es mehrere Dienste, die noch dazu kostenlos sind. Größter Vorteil: Festplatten in Heimcomputern können leicht kaputt gehen, die Betreiber solcher Dienste sorgen für ein zuverlässiges Backup. Zudem hat man mit jedem Webbrowser von überall Zugriff auf seine Daten. Neben der Größe des Speicherplatzes kommt es auch darauf an, wie einfach man Daten dort ablegen und nutzen kann. Was bieten die wichtigsten Dienste?

Windows Live Skydrive. Microsoft legt sich voll ins Zeug und zeigt sich großzügig: Jeder Account wird mit fünf Gigabyte belohnt. Das reicht für mehrere Tausend Fotos, 1200 MP3-Songs oder rund 100.000 einfache Word-Dateien. Dateien lassen sich auch in einem öffentlichen Ordner ablegen. So braucht man keine voluminösen Anhänge per E-Mail versenden, sondern einfach mit einem Link darauf verweisen. Auf ähnliche Weise lassen sich Ordner gemeinsam mit Freunden oder Kollegen nutzen. Der Dienst ist absolut einfach anzuwenden. Schade aber, dass ihn Microsoft nicht weiter in Windows integriert hat. So wäre es wirklich der ultimative Online-Speicher.

Office Live Workspace. Speziell an Office-Nutzer richtet sich dieses Angebot von Microsoft. Insgesamt 1000 Word-Texte, Excel-Tabellen und Powerpoint-Präsentationen kann man hier abspeichern. Ein Größenlimit je Datei besteht nicht. Auch diese können ganz öffentlich gemacht oder mit anderen gemeinsam genutzt werden. Online können die Dokumente nur betrachtet werden, die Bearbeitung erfolgt in den jeweiligen Office-Programmen. Dafür stellt Microsoft eigens Erweiterungen bereit, die den Umgang enorm erleichtern. Zusätzlich darf man dort Kontakte, Termine und Aufgaben-Listen verwalten.

Google Docs. Der Suchmaschinenprimus geht einen Schritt weiter als Microsoft und ermöglicht auch Erstellung und Bearbeitung von Texten, Kalkulationen und Präsentationen. Den Speicherplatz von sieben Gigabyte muss sich der Nutzer aber mit dem Mail-Konto von Gmail teilen. Toll ist die Suchfunktion. Dateien kann man per E-Mail in den Speicher von Google Docs schicken oder viele von ihnen zugleich mit dem Google Docs Uploader hinauf laden.

Xdrive. Der Speicherdienst von AOL bietet mit dem Xdriv Desktop eine tolle Software, die automatische Backups der eigenen Dateien ermöglicht. Einmal eingerichtet, wird der Datenbestand mit dem Online-Dienst ständig abgeglichen. Der Dienst ist zwar lohnenswert, allerdings braucht man dazu einen US-Account bei Aol, für den man allerdings nur eine beliebige amerikanische Adresse angeben muss.

Dropbox. Einfacher kann es gar nicht sein: Nach dem Anlegen eines Accounts und der Installation der Software, wählt man einen Ordner aus, der fortan mit dem Web synchronisiert wird. Ein zweiter Computer kann so ebenfalls mit Dateien versorgt werden. Es stehen allerdings "nur" zwei Gigabyte Platz zur Verfügung, dafür ist es derzeit der praktischste Dienst.

Microsoft Mesh. Etwas außer Konkurrenz ist ein weiterer Dienst von Microsoft, der die Basis für alle künftigen Anwendungen des Software-Riesen bilden wird. Eine unlimitierte Datenmenge kann damit zwischen allen Rechnern (Macs und PCs) gespiegelt werden. Die ?Web-Festplatte“ ist aber auf fünf Gigabyte limitiert. Wann immer es eine Veränderung auf einem der Rechner gibt, wird diese auf alle anderen im ?eigenen Netz“ übertragen. Von der Technik ist es das vielversprechendste Konzept, technisch ist es aber noch nicht ganz soweit.


Foto

Foto © Screenshot

Beispiel Skydrive: Die bedienung der Netz-Festplatte ist einfachFoto © Screenshot

Fakten

"Cloud-Storage" nennen sich diese Angebote – Cloud steht für Wolke oder Internet, Storage ist das englische Wort für Speicher.

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Grafik vergrößernDie Anbieter im VergleichGrafik © Kleine Zeitung

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