One wird Orange - Nach max.mobil verschwindet auch der Donut
Den neuen Markenauftritt lässt sich One 20 Mio. Euro kosten.

Foto © APADer Wandel zu Orange kostet 20 Millionen Euro.
Der drittgrößte Mobilfunkbetreiber "One" wird am
kommenden Montag zu "Orange", und das will gebührend beworben werden.
Das Unternehmen lässt sich die Markenumstellung vom blauen Donut in
die Farbe des Handysektors der Konzernmutter France Telecom 20 Mio.
Euro kosten, darin enthalten ist die komplette Umfärbung der 90
One-Shops in Orange sowie knapp 2.000 TV- und Radio-Spots und über
300 Inserate. Weiters sollen die heimischen Zeitungen zum
Markenwechsel am Cover orange tragen.
"Lauch Event".
Bereits am morgigen Freitag wird im Wiener Prater beim "Lauch
Event" gemeinsam mit Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Society
und der zweifachen Grammy-Siegerin Dionne Warwick auf die harte
Arbeit der vergangenen Wochen angestoßen. Für die Abwicklung ist
Hannes Jagerhofer verantwortlich, 800 geladene Gäste werden erwartet.
Markenumstellung.
250 Mitarbeiter von One arbeiteten seit Dezember 2007 an der
Markenumstellung, seit dem Sommer unterstützt von acht
Kommunikations-Profis der PR-Agentur "bettertogether". Deren Job:
"Eine emotionale Marke in relevante Information für die Medien und
die Mitarbeiter zu übersetzen, damit die Botschaften auch ankommen",
so Agentur-Co-Geschäftsführer Michael Korbel zur APA. Demnach werde
zum Launch deutlich sichtbar gezeigt, dass hinter der
Orange-Botschaft "Zusammen sind wir mehr" ein relevanter Nutzen
stehe. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass diese Information
trotz Wahlkampf und Finanzkrise beim Hörer, Leser und Seher ankommt",
betonte Korbel.
Viel Freiraum.
Dabei habe die Agentur von der Orange-Zentrale in Paris weitgehend
freie Hand erhalten. "Orange gilt generell als 'the most local global
brand' und lässt den lokalen Tochtergesellschaften dafür
grundsätzlich jede Menge Freiraum, um die nationale Identität zu
bewahren", erklärte Korbel.
Vorteil durch Größe.
Den größten Kundenvorteil durch den Wechsel zu Orange sieht
One-Chef Michael Krammer in der Größe des Konzerns. Dadurch sei es
leichter, zu den neuesten Produkten, Services und Innovationen zu
kommen. Als Beispiel nannte Krammer etwa die Einführung des
Apple-Handys "iPhone". Eine Preisschlacht will er sich aber nicht
liefern, schließlich sei Orange kein Discounter. Weltweit zählen 170
Mio. Kunden zu Orange, die 2007 einen Umsatz von 52,9 Mrd. Euro
erzielte und 187.000 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Vergleich: One hat
zwei Mio. Kunden und setzte im Vorjahr mit 850 Mitarbeitern 624 Mio.
Euro um. Europaweit hält Orange nach Eigenangaben einen Marktanteil
von 17 Prozent und ist damit Marktführer.
Preiskrieg.
Angesichts eines seit Jahren tobenden Preiskrieges, der sich
inzwischen selbst in den hochweißen Bilanzen von Marktführer Mobilkom
niederschlägt, versuchen nun alle Betreiber mit Services zu punkten.
One hatte bereits vor zwei Jahren eine Serviceoffensive ausgerufen,
der Kundenansturm blieb aber aus. Stattdessen drängten weitere
Discounter auf den Markt.
Markenwechsel.
Der Markenwechsel ist nicht der erste in der Branche. Im April
2002 wurde aus max.mobil die Marke T-Mobile Austria. Das Budget für
das Re-Branding lag ebenfalls bei 20 Mio. Euro. Auslöser war,
ebenfalls wie bei One/Orange, ein Eigentümerwechsel. Der zweitgrößte
österreichische Netzbetreiber ist seit sechs Jahren eine Tochter der
Deutschen Telekom. Wie die France Telekom ein ehemaliger Monopolist,
an dem der Staat mittlerweile nur noch Minderheitsanteile hält.
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So sieht die neue Konkurrenz von A1, T-Mobile & Co aus.Foto © AP












