Fast für die Ewigkeit gespeichert
Auch CDs, DVDs oder Festplatten haben ein Ablaufdatum. Das Beispiel der Diskette zeigt die Problematik der Langzeit-Archivierung von digitalen Daten. Aber es gibt Mittel und Wege für die Konservierung.

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Welche Haltbarkeit haben heute noch Informationen? Auf diese Frage kommt man nicht erst, wenn der Vergleich von Papyrus-Rollen und Disketten fällt. Die Konservierung von Informationen ist in der Tat eine Herausforderung.
Aber nicht die gespeicherte Information selbst, sondern die Haltbarkeit des Trägermediums ist entscheidend und ihre Lesbarkeit. Niemand kann heute mit letzter Garantie sagen, wie lange eine CD, DVD oder Festplatte hält. Und dann stellt sich noch die Frage, ob man sie überhaupt noch lesen kann.
Flash-Speicher.
Für kleine Datenmengen. Bis etwa acht Gigabyte sind USB-Sticks und Flash-Speicherkarten, wie man sie von Digitalkameras kennt, die erste Wahl. Zwar gibt es keine Langzeittests, Flash-Speicher halten aber mehrere tausend Schreibzyklen locker aus.
Silberschreiben.
CDs eignen sich aus zweierlei Gründen weniger für die Daten-Archivierung: Ihre Schutzschicht ist dünner als jene der DVD – und sie fasst weit weniger Daten. Das beste Medium für Langzeit-Backups sind also DVDs. Sie haben zwei entscheidende Vorteile: Sie sind unempfindlich gegen kleinere Kratzer. Und was einmal geschrieben ist, kann nicht mehr verändert oder gelöscht werden – sei es aus Unachtsamkeit des Nutzers oder von einem Virus.
Am besten geeignet sind einlagige DVD-R und +R. Für Archivzwecke sollte man allerdings nicht Billigware nutzen. Die wird unter enormen Kostendruck gefertigt, und da kann es vermehrt zu Ausfällen kommen. Die Fachzeitschrift c?t testete unlängst DVD-Rohlinge auf ihre Haltbarkeit. Die künstliche Alterung (85 Grad bei 85 Prozent Luftfeuchtigkeit) bestand die ?Verbatim Archival Grad“ am besten. Sie kostet zwei Euro pro Stück und hat bei Zimmerraumtemperaturen eine Lebenszeit von 32 bis 127 Jahren.
Festplatten.
Wenn viele Daten archiviert werden sollen, sind Festplatten eine gute Lösung. Hier zu sparen ist falsch, und vom Gebraucht-Kauf ist dringend abzuraten, weil man nie weiß, wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist. Festplatten sind sehr fragil und können bei Erschütterungen schnell Schäden davon tragen.
Marken-Hersteller reagieren darauf mit der so genannten SMART-Technik. Sie untersucht die "Gesundheit" der Platte im laufenden Betrieb und schlägt bei möglichen Fehlern Alarm. Beim Kauf sollte man auf "SATA-Platten" zurückgreifen, da ältere "IDE-Platten" teilweise schon jetzt oft nicht mehr anschließbar sind. USB-Stecker sollen, so versprechen es zumindest die Hersteller, auch in Jahrzehnten noch Anschluss finden.
Features
Archiv-Tipps
Umkopieren: Alle paar Jahre und wenn sich neue Speichermedien etabliert haben, sollte man die Datenträger umkopieren.
Aufbewahrung: Trocken und bei Zimmertemperatur. DVDs nie in Papier oder Plastikhüllen, die Weichmacher enthalten.
Ausdrucken: Wichtige Dokumente mit Laserdruck ausdrucken. Die wertvollsten Fotos in bester Qualität ausarbeiten! Das darf ruhig ein wenig kosten.
Fehler
Je schneller DVDs beschrieben werden, umso mehr Fehler können sich einschleichen. Daher sollte man nie mit vollem Speed brennen.
Fotoserie
Fakten
Weil sich die Fehler zum Rand hin häufen, sollte man nie mehr als vier GB brennen. Auch sollte man nur spezielle Stifte verwenden, die das Trägermedium nicht angreifen.










