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Zuletzt aktualisiert: 11.07.2008 um 12:27 UhrKommentare

Handy unter Palmen

Telefonieren aus dem EU-Ausland wurde billiger. Es lauern aber noch immer einige Kostenfallen.

Foto © www.flickr.com chiacomo

Telefonieren in EU-Ländern wurde 2007 zwar billiger, so günstig wie im Inland ist es aber keineswegs. Damit es nach dem Urlaub kein böses Erwachen bei der Handy-Rechnung gibt, sollte man sich unbedingt vor Reiseantritt bei der Hotline oder auf der Internetseite des Netzbetreibers (siehe Info rechts) darüber informieren, wie viel Gespräche und andere Dienste kosten.

58 bzw. 28 Cent je Minute. Europaweit muss man für Telefongespräche mit rund 58 bzw. 28 Cent je Minute rechnen - je nachdem ob man selbst telefoniert (Aktiv-Gebühr) oder angerufen wird (Passiv-Gebühr). Außerhalb der EU wird es wirklich teuer. Abhängig davon ob man in Kroatien, der Türkei oder in den USA urlaubt, muss man mit bis zu zwei Euro je Minute rechnen.

Datenverkehr. Noch teurer ist der Datenverkehr. Wurden früher einmal bis zu 20 Euro je Megabyte (MB) fällig, kostet ein MB im Schnitt immer noch zwischen 50 Cent und fünf Euro. Idealerweise deaktiviert man vor Urlaubsantritt das Datenroaming. Die Funktion ist zwar standardmäßig bei den meisten Handys deaktiviert, dennoch schadet Kontrolle nicht.

MMS. Dasselbe betrifft MMS-Nachrichten, die ebenfalls über den Datenkanal laufen. Ein klitzekleines Bildchen vom Strand mit ein paar Zeilen Text schlägt - auch in der EU - mit rund einem Euro zu Buche. Das Porto einer Postkarte ist da schon längst herinnen. Ebenfalls von den EU-Regeln nicht betroffen sind SMS-Nachrichten, die häufig ebenfalls sehr viel teurer sind als zu Hause.

Gesprächsaufbau. Bei den Gesprächsgebühren gibt es noch einen Haken: In einigen Ländern wird auch schon für den Gesprächsaufbau etwas verrechnet. So kostet ein Gespräch auch etwas, wenn man niemanden erreicht hat.

Mobilbox. Der Anrufbeantworter in jedem Handy ist eine praktische Sache, aber im Ausland umso teurer. Der österreichische Betreiber schickt das Gespräch in das Netz, in dem der Nutzer zuletzt angemeldet war. Ist dort das Handy ausgeschaltet oder die Nummer besetzt, wird es zurück zum österreichischen Betreiber - genauer: zur Nummer der Mobilbox - geleitet. Wenn man die Nachricht abruft, muss man wieder vom Ausland nach Österreich telefonieren. In Summe sind das also drei internationale Gespräche, die man bezahlen muss. Daher: Alle Rufumleitungen vor Reiseantritt deaktivieren.

GEORG HOLZER, MANFRED NEUPER

A1/Mobilkom

0800-664 664
www.a1.net/roaming

T-Mobile

0676-2000
www.t-mobile.at - unter dem Menüpunkt "Tarifangebote" findet sich das Kapitel "Telefonie Roaming"

One

0699-70699
www.one.at/roaming

Telering

0800-650 650
www.telering.at - unter dem Menüpunkt "Service" findet sich das Kapitel "Roaming"

"3"

0800/303030
www.drei.at - unter dem Menüpunkt "Privat" klickt man zuerst auf das Kapitel "Service", dort findet sich "Roaming"

Bob

0900-680 680
(1,09 Euro/Minute)
www.bob.at/imausland

Yesss

0820-810 810 (Tarife je nach Netz
www.yesss.at - Auf der Startseite auf "Yess International" klicken, im Menü links findet sich das Kapitel "Roaming".

Telefonieren im Ausland

Informieren: Vorher beim Betreiber nachfragen oder auf der Website über die Tarife im betreffenden Land und die günstigsten Roaming-Partner informieren.

Roaming-Pakete: Wer länger unterwegs ist, kann ein Sommer-Paket in Betracht ziehen. Gut haben es "3"-Kunden, die in Partnernetzen (u.a. Italien, England, Schweden, Irland, Hongkong) gleich hohe Kosten haben wie im Inland.

Datenverkehr deakti-vieren : Unbedingt ausschalten und nach Möglichkeit auf teure MMS-Nachrichten verzichten.

Auf der Homepage der Arbeiterkammer findet sich eine Übersicht zu Handy-Tarifen im Ausland. Weiterführende Infos auf Fonito.

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