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Zuletzt aktualisiert: 19.05.2008 um 19:40 UhrKommentare

Wolkenkratzer als Hightech-Gewächshäuser geplant

Früchte und Gemüse sollen in der Zukunft direkt beim Verbraucher erzeugt werden.

Foto © APA

Um mit der wachsenden Weltbevölkerung Schritt zu halten, suchen Agrarexperten nach neuen Wegen um platzsparend Nahrungsmittel zu produzieren. Ein Konzept, das leerstehende Bürohochhäuser in Manhattan als Gemüsefarmen vorsieht, hat Dickson Despommier vorgelegt. Der Professor für Umweltforschung an der Columbia-Universität sieht dies als eine Möglichkeit, platzsparend und nahe am Konsumenten Gemüse und Früchte anzubauen. Auch Tierhaltung kann sich der Wissenschaftler in einem Hochhaus vorstellen, berichtet die Zeitung "Die Welt".

Ein Haus für 35.000 Menschen. Die Glasfronten von Bürohochhäusern, ihre Klima- und Sprinkleranlagen sowie Wasser- und Abwasserleitungen könnten für die neuartige Nutzung einbezogen werden. Lediglich 84 Mio. Dollar soll durch Verwendung vorhandener Strukturen ein derartiger Umbau kosten. Heizkosten können gespart werden, indem anfallende Pflanzenreste gehäckselt, über die Müllschluckerleitung in die Kellerräume befördert und zu Pellets verarbeitet werden. Die verbrauchernahe Produktion hilft außerdem Transportkosten zu sparen. Ein 30-stöckiges Hochhaus könnte 35.000 Menschen mit Gemüse und Früchten versorgen.

Auch im Weltraum nützlich. Auch Tierzucht hält Despommier in derartigen Agrartürmen für möglich. Hühner und Schweine könnten in den unteren Etagen gehalten und mit Pflanzenresten aus den oberen Stockwerken gefüttert werden. Der Dung der Tiere könnte wiederum auf den höher gelegenen Anbauflächen als Dünger verwendet werden. So entstünde ein geschlossener Kreislauf. Mit dieser technischen Herausforderung befasst sich sogar die NASA, die schon lange daran forscht, wie ein annähernd geschlossenes Ökosystem aufgebaut sein muss, um Astronauten mit Sauerstoff, Wasser und Grundnahrungsmitteln zu versorgen

PTE

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Foto © Columbia University

Auch auf hoher See können Lebensmittel angebaut werden Foto © Columbia University

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