Piraten haben den PC fest im Griff
Laut einer aktuellen Studie wurde 2007 weltweit Software im Gegenwert von 31 Milliarden Euro geklaut. Vier von zehn Computer-Programmen sind Raubkopien.

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Das so genannte Raubkopieren von Computer-Programmen ist alles andere als ein Kavaliersdelikt" - mit diesem Slogan ist seit Jahren die Business Software Alliance (BSA) aktiv. Und Jahr für Jahr kann die BSA ihren Appell mit erdrückendem Zahlenmaterial untermauern. Weltweit wurden im Vorjahr fast vier von zehn Computer-Programmen nicht offiziell erworben sondern raubkopiert. Das ergibt für Software-Hersteller hochgerechnet Umsatzeinbußen von rund 31 Milliarden Euro. Ein Drittel des weltweiten Umsatzausfalls machen laut Studie Brasilien, Russland, Indien und China aus.
Spitzenreiter China.
In China beträgt der Anteil von Raubkopien 82 Prozent. Auch in Russland und Indien sind mehr als zwei Drittel der eingesetzten Computer-Programme nicht lizensiert (siehe Grafik links). In Österreich fällt jede vierte installierte Software unter die Kategorie Raubkopie. In der Welt der Software-Piraterie zählt man mit dieser Quote bereits zu den Musterschülern. Was auch daran liegt, dass es vor gut zehn Jahren noch 40 Prozent waren. Der Umsatzausfall der Unternehmen macht laut BSA rund 108 Millionen Euro aus, um neun Millionen weniger als noch 2006.
Freie Software am Vormarsch.
Ein Manko der Erhebung ist der Umstand, dass die immer beliebter und konkurrenzfähiger werdenden kostenlosen Open-Source-Programme (z.B. Linux) nicht eingerechnet werden. Eine Studie der EU-Kommission prognostiziert dieser freien Software bis 2010 einen Marktanteil von bis zu 32 Prozent.
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Fakten
Erst im Jänner dieses Jahres musste ein steirischer Technologiebetrieb 230.000 Euro Strafe zahlen. Rund 130 PCs im Unternehmen waren mit unlizensierter Software ausgestattet.










