Legale Ohrwürmer
Musik ohne Kopierschutz. Die Industrie hat die Kunden endlich verstanden.

Foto © ReutersMarktführer Apple setzt vermehrt auch ungeschützte Musik
Wer bislang Musik kaufte, wurde von der Plattenindustrie vorsorglich als Pirat betrachtet. Musik wird mit Kindersperre ausgeliefert, die Songs lassen sich nicht beliebig abspielen. Schuld daran ist so genanntes ?Digital Rights Management“, das ein Kopieren zu beliebigen Playern verhindert. Das Problem: diese Systeme sind nicht miteinander kompatibel. Wer einen iPod hat, kann Musik nur in iTunes kaufen und auf alle Zeiten nur am PC und auf einem Apple-Player abspielen. Doch was ist in fünf Jahren?
Keine Piraten.
Die Musikindustrie hat das endlich verstanden und beginnt mit dem Verkauf von MP3-Dateien. Sie kennen diese Einschränkungen nicht und bietet der Musikindustrie praktisch die gleiche Sicherheit: Mit Hilfe eines Wasserzeichens ist der Name des Käufers in der Datei unauslöschlich eingetragen. In Tauschbörsen sollten sie also nicht auftauchen.
Das wollen redliche Musikkäufer auch gar nicht. Die wollen ihre Lieblings-Tunes einfach nur hören – wann und wo sie wollen, mit welchem Gerät auch immer.
MP3-Shops kommen.
Vorreiter ist iTunes, doch Apple kann nur Songs von EMI ohne DRM verkaufen. Die Musikindustrie ?bestraft“ derzeit die Vormacht von Apple und gibt ihre Kataloge als MP3-Dateien nur an die Konkurrenz. Amazon war der erste, der das volle Angebot so anbieten konnte. In Kürze folgen MySpace und andere. Sie alle bieten derzeit nur in den USA an, kommen aber noch heuer zu uns.
Zukunftsmodell Abo.
Gearbeitet wird auch an Abo-Diensten. Wie bei Napster wird man etwa bei Apple via iTunes so viele Songs herunter laden können wie man will. Diese kann man so lange anhören, wie man die monatliche Gebühr überweist.
Abzuraten ist von mobilen Musicstores. Der Einkauf per Handy ist nicht nur preislich ein Nepp, oft kann man die Songs nur mit dem Handy anhören, mit dem man sie gekauft hat. Finger weg!
Features
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DRM
Digital Rights Management: Technik, die festlegt, was man mit einem Song machen darf: Brennen, auf Player kopieren.
Problem: iPods können nur Apple-DRM, Handys nur das von Microsoft. Nichts ist kompatibel, man ist an Anbieter gebunden.
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Kopierschutz weg!
Jedes gekaufte Musikstück darf man auf CD brennen, das Ergebnis ist eine ganz normale Musik-CD. Wenn man diese nun wieder in den PC steckt und iTunes startet, wird man gefragt, ob man die Songs wieder auf die Festplatte überspielen will. Das Ergebnis ist – je nach Einstellungen – eine MP3- oder AAC-Datei, die keinerlei Einschränkungen mehr kennt.










