Der langsame Tod des Overhead
Hightech im Seminarraum: Früher musste man mit einer Tafel auskommen, heute sind Visualizer und Beamer Stand der Technik.

Foto © MELBINGEREin Visualizer projiziert jede Art von Papier
"Der multimediale Einsatz ist
das Um und Auf, wenn ein
Vortrag in einem zeitgemäßen
Seminarraum gehalten wird",
bringt es Peter Hochegger, Leiter des
WIFI Steiermark, auf den Punkt. Im
Klartext bedeutet
den schleichenden Tod des
klassischen Overheadprojektors. Dieser
kommt nur mehr sehr vereinzelt
zum Einsatz, denn seine Rolle nimmt
inzwischen der unverzichtbare Visualizer
(ab 2000 Euro) ein. Er ist zwar
etwas komplexer in der Bedienung,
doch werden für Projektionen keine durchsichtigen Folien mehr
benötigt. "Ob Buchseite
oder Zigarettenschachtel,
das Projizieren fällt einfach
leichter", meint der WIFI Chef.
Im Gegensatz zum
Videobeamer wird für die
Bedienung des Visualizers
auch kein Computer oder
Laptop benötigt.
Profi-Projizieren. Videobeamer
(ab 950 Euro) sind
auch aus keinem Seminarraum des
21. Jahrhunderts
mehr wegzudenken.
Hier hat
der Seminarleiter
den
Vorteil,
seinen
Vortag lediglich
auf
Laptop oder USB-Stick
abgespeichert
mitbringen zu müssen. Mit
wenigen Handgriffen sind
Laptop und Beamer miteinander
verbunden, und
schon erleben die Teilnehmer
eine vom Beamer an
die Wand projizierte multimediale
Präsentation.
Wichtig ist auch eine
hochwertige Tonausstatung.
"In allen unseren Räumen
sind Lautsprecherboxen
angebracht. Zum einen
gibt es unter den Seminarteilnehmern
immer eine
unvermeidliche Lärmentwicklung,
und zum anderen
entlastet eine Tonanlage
auch den Vortragenden",
erklärt Hochegger.
Klassiker Flipchart. Zeitlos
wichtig und unersetzbar
bleibt jedoch die Flipchart-
Tafel. "Nur mit Hilfe einer
großen Tafel und eines
Stiftes kann ich meine
spontanen Einfälle
und Ergebnisse
sofort darstellen",
weiß Hans
Schmidt,
Referent
bei der ARGE
Bildungsmanagement
in Wien.
Aber sei die Technik im
Seminarraum noch so ausgefeilt
und zeitgemäß, "das
dominante Medium in den
Seminaren ist und bleibt
der Mensch", so Hochegger.
"Kein Gerät wird ihn je
ersetzen."










