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    Zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 um 19:36 UhrKommentare

    Vom Lehrling in Graz zum Chef in Virginia

    Reinhard Eberl hat vor 20 Jahren eine Lehre bei Anton Paar begonnen. Heute leitet er die Tochter des Messtechnikspezialisten in den USA. Nachahmung nicht ausgeschlossen.

    Alexandra Rupp

    Foto © EderAlexandra Rupp

    Mit einer Lehre als Fundament stehen dir alle Wege offen." Reinhard Eberl muss es wissen. Er hat 1991 beim Grazer Messtechnik-Spezialisten Anton Paar eine Lehre als Elektromechaniker begonnen. Heute, rund 20 Jahre später, ist er Chef der Tochtergesellschaft Anton Paar USA mit Sitz in Richmond, Virginia. Freilich habe er sich damals im Alter von 15 Jahren einen derartigen Karriereweg noch nicht vorstellen können. Im Anschluss an die Lehre hat er in der Abendschule einen HTL-Abschluss "draufgesetzt". Und dort ist langsam der Wunsch gereift, im Ausland etwas Neues kennenzulernen. Dass er es ganz nach oben geschafft hat und heute für die Märkte USA und Kanada verantwortlich zeichnet, habe er seiner sehr guten Basisausbildung, seiner Lehre, zu verdanken, so Eberl. "Vor allem, weil man so die Praxis, das logische Denken und den Hausverstand vermittelt bekommt, die bei einer Ausbildung in einer Höheren Schule oder einem Studium oft vernachlässigt werden." Heute ist er rund eine Woche im Monat auf Reisen und betreut Kunden wie Coca Cola, Pepsi, Exxon, Chevron oder GlaxoSmithKline. Neben Richmond unterhält Anton Paar auch eine Niederlassung im kanadischen Montreal.

    Klingt das verlockend? "Ja, das kann ich mir auch einmal sehr gut vorstellen", betont Jasmin Wichmann. Sie hat sich bei Anton Paar für eine Lehre als Zerspanungstechnikerin entschieden und ist im ersten Lehrjahr. "Es ist einfach einmal etwas anderes, eine Herausforderung, andere Firmentöchter in anderen Ländern kennenzulernen", sagt Alexandra Rupp, Elektrotechnik-Lehrling im dritten Lehrjahr. Wie bei einigen anderen steirischen Industriebetrieben gibt's auch bei Anton Paar die Möglichkeit, bereits während der Lehre an einem internationalen Lehrlingsaustausch teilzunehmen.

    Volvo als Belohnung

    "Das ist bei uns auch als Belohnung gedacht, ein Lehrling von uns war beispielsweise einmal einige Wochen bei Volvo in Schweden", so Christian Monschein, der die hauseigene Akademie leitet. Eine Lehrwerkstatt sucht man bei Anton Paar vergeblich. "Unsere Lehrlinge arbeiten vom ersten Tag an bei uns im Unternehmen mit, insgesamt rund 40 unserer Mitarbeiter sind auch Lehrlingsausbilder und kümmern sich um den Nachwuchs." Je nach Interesse erfolgt, in Absprache mit dem Lehrling, nach der Ausbildung eine Vertiefung. Anton Paar bietet sechs Lehrberufe. Mit dem Oberflächentechniker kommt ab Herbst noch ein siebenter hinzu. Wenige Tage vor dem Ende seiner Lehrzeit steht der Zerspanungstechniker Markus Schöninger, auch für ihn hätte eine Zukunft bei einer Auslandstochter, etwa als Servicetechniker, seinen Reiz. Als Servicemanager hat 1998 auch Eberl seine internationale Laufbahn gestartet. 2002 folgte der Schritt über den Teich in die USA. Nach vielen Jahren Berufserfahrung in Amerika hat die Praxis-Komponente der Lehrlingsausbildung in Österreich für ihn einen noch höheren Stellenwert erlangt. "Den Leuten, die bei uns hier in den USA zu arbeiten beginnen, fehlt diese Praxis. Sie sind gut darin, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen, doch wenn etwas nicht so reibungslos läuft, dann fehlt die Fähigkeit, eigene Wege zu finden, das Improvisieren. Das ist auch das, was ich mit Hausverstand meine."

    MANFRED NEUPER

    GUTE BEZAHLUNG

    Die Verdienstmöglichkeiten in der Industrie sind bereits während der Lehre überdurchschnittlich.

    In der Metallindustrie liegt die sogenannte Lehrlingsentschädigung im vierten Lehrjahr bei knapp 1262 Euro. Zum Vergleich: Bei einer Restaurantlehre liegt die Entschädigung im vierten Lehrjahr laut Kollektivvertrag bei 771 Euro, bei einer Friseurlehre sind es 674 Euro.

    Fakten

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