Zuletzt aktualisiert: 16.11.2007 um 12:42 Uhr
Die drei Nominierten in der Kategorie "Verantwortung"
Die Kleine Zeitung stellt die Nominierten für ihren großen Preis der steirischen Wirtschaft vor. Kategorie 1: Verantwortung.

GBL: Erfolgsmodell gegen die Arbeitslosigkeit.
Eine
Zukunftsperspektive für Arbeitslose schaffen und gleichzeitig
Nutzen für alle Menschen in der Region stiften - dieser öko-soziale Gedanke war 1996 die Motivation engagierter Ennstaler, die Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Liezen (GBL) zu gründen. Seither finden hier am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen, Langzeitarbeitslose sowie Menschen mit Behinderung Arbeit. Arbeit, die wiederum der Umwelt zugute kommt. Unter professioneller Anleitung in den Bereichen Tischlerei, Schlosserei, Bau, Dienstleistung, Keramik und Reparatur werden die Benachteiligten wieder
in den Arbeitsmarkt integriert. Sie renovieren, restaurieren, reparieren oder verschönern das Ortsbild. So hat die GBL mit kleinen Gewerbebetrieben in der Region ein Reparaturnetzwerk installiert, wo z. B. alte Haushaltsgeräte günstig und ressourcenschonend zum Weiterleben erweckt werden. Die GBL beschäftigt
50 Mitarbeiter, künftig werden auch Lehrlinge ausgebildet.
SFL Metallbau: Energie sparen durch die Fassade.
Hinter einer Fassade sollte man sich nicht verstecken. Man sollte sie vielmehr nutzen. Die SFL Metallbau aus Stahlhofen hat sich mit einem eigenen Forschungszentrum der
Schaffung von energieautonomen Großgebäuden verschrieben. Die Fassade wird als Außenorgan genutzt. "So können wir die Energieverluste managen", sagt Geschäftsführer Mario Müller. Die Vision reicht bis zu einem
Null-Energiehaus, also einem Gebäude, das seinen Energiehaushalt allein durch die Bauweise selbst regeln kann. Dazu gehört der Einsatz von automatischen Beschattungs- und Belüftungssystemen, Kühlung über Solar und die Schaffung von flexiblen Fassaden, die auf den optimalen Lichteinfall ausgerichtet sind. Die Erforschung und Umsetzung dieser Ideen war bisher nur aus dem Bereich kleinerer Bauten bekannt. Der Hochbau charakterisiert sich heute vor allem durch klimatisiserte Glaspaläste ohne jeglichen energetischen Mehrwert. Durch den Einsatz von SFL könnte sich das ändern.
Messgeräte-Hersteller Anton Paar setzt aufs Radl.
Bei einem Hersteller von hochpräzisen Messgeräten gehört Feingefühl gewissermaßen zum Geschäft. Bei der Grazer Anton Paar GmbH manifestiert sich dieses Feingefühl jedoch nicht nur auf der Produktseite. Seit Jahren spielt
soziale Verantwortung beim Weltmarktführer für Dichtemessgeräte eine Schlüsselrolle. Ob es nun um die
, die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsprozess oder Initiativen zur CO2-Reduktion geht - Anton Paar setzt auf breiter Front soziale Akzente. Auch die Nachwuchspflege steht in vielerlei Hinsicht im Vordergrund: Jeder zehnte Mitarbeiter des Unternehmens ist ein Lehrling. Außerdem wurde heuer die Möglichkeit zur Errichtung eines eigenen Betriebskindergartens geschaffen. Mitarbeitern, die mit dem Fahrrad in die Firma kommen und auf ihr Auto verzichten, wird ein Firmenfahrrad zur Verfügung gestellt. Zudem winken Belohnungsprämien und überdachte Abstellplätze.