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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2007 um 21:38 Uhr

Beruf Hebamme: Jeden Tag ein neues Wunder

Hebammen helfen nicht nur neuem Leben auf die Welt, sie sorgen auch vor und nach der Geburt für ihre Schützlinge. Das Rüstzeug dafür erhalten sie in einem sechssemestrigen Studium an Fachhochschulen.

Der schöne "Lohn" der Hebammen-Arbeit

Foto © ReutersDer schöne "Lohn" der Hebammen-Arbeit

Sie sind am Puls der Zeit. Immer dann, wenn menschliches Leben das Licht der Welt erblickt, sind sie garantiert auch vor Ort. Dabei übernehmen Hebammen ein hohes Maß an Verantwortung, denn in nahezu allen europäischen Ländern sind sie während der Geburt und bei der Betreuung von Mutter und Kind eigenständig tätig.

Was dürfen Hebammen? "Solange die Geburt komplikationsfrei verläuft, kann die Hebamme dafür alleine die Verantwortung übernehmen. Sie zieht den Arzt aber bei allen auftretenden Unregelmäßigkeiten hinzu", erklärt Heike Polleit, Studiengangsleiterin der Hebammenausbildung an der FH Joanneum in Graz. "In Österreich ist es zwar üblich, dass ein Arzt bei der Geburt anwesend ist, die gesetzliche Grundlage würde aber auch erlauben, dass Hebammen normale Geburten alleine betreuen".

Bislang Hebammen-Akademien. Bislang gab es in allen österreichischen Bundesländern Hebammen-Akademien. Diese werden nun sukzessive in Fachhochschulen integriert und finden durch den neuen akademischen Zugang jetzt eine gewisse Aufwertung. Polleit meint: "Die Hebammen sind durch die neue Ausbildungsvariante gestärkt, haben Zugang zur Forschung und können nun auch an wissenschaftlichen Diskursen teilhaben".

Tipp

Man sollte sich schon im Vorfeld genau über die Anforderungen des Berufsbildes infor-
mieren
oder einschlä-
gige Praktika
haben.

Nun in Fachhochschulen. Bisher wurden in den Bundesländern Nieder-
österreich, Salzburg und Steiermark die Hebammen-
Akademien bereits in Fachhochschulen integriert. In Kärnten warten die Zuständigen auf die Finanzierungszusage des Landes. Frühestens 2008 könnte dann das FH-Technikum Kärnten das neue Bachelor-Studium anbieten. Im Herbst startet man daher wie bisher mit der dreijährigen Diplom-Ausbildung an der Hebammenakademie. Bis zum Jahr 2010 muss die Umstellung jedoch vollzogen sein.

Harte Ausbildung. Auf die Studentinnen wartet eine harte dreijährige Ausbildungszeit - eine 40-Stunden-Woche ist die Regel. Um zur Abschlussprüfung antreten zu können, müssen die künftigen Hebammen unter anderem bereits bei 40 Geburten dabei gewesen sein und 100 Untersuchungen an Schwangeren durchgeführt haben. Nach der Ausbildung sind die Expertinnen entweder als Angestellte in klinischen Einrichtungen oder freiberuflich tätig.


Fakten

In Österreich sind derzeit 1.700 Hebammen in der Betreuung von Gebärenden tätig - entweder freiberuflich oder in Krankenhäusern und Sanatorien.

Zwar könnten theoretisch auch Männer den Beruf einer Hebamme ausüben, doch tatsächlich findet sich unter den Interessenten für einen der Studienplätze aber kein einziger Mann.





Die besten Forschungsprojekte

contrastwerkstatt - Fotolia

Die Kleine Zeitung präsentiert in Kooperation mit den fünf steirischen Universitäten, den beiden Fachhochschulen, den zwei Pädagogischen Hochschulen und Joanneum Research die besten steirischen Forschungsprojekte.



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