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    Zuletzt aktualisiert: 20.07.2007 um 16:46 Uhr

    Ein Drittel der Arbeitszeit wird nicht gearbeitet

    Einer aktuellen Studie zufolge verbringen Österreichs Arbeitnehmer rund 36 Prozent der Arbeitszeit im "Leerlauf". Hauptschuld trägt das Management.

    79 Tage im Jahr tun die Österreicher - nichts.

    Foto © Pixelio79 Tage im Jahr tun die Österreicher - nichts.

    Es ist nicht etwa der umgangssprachliche "Obezahrer", dessen Sein und vor allem Nichtsein nunmehr statistisch erfasst und ausgewertet wurde. Es geht um eine gesamtwirtschaftliche Untersuchung. Das Beratungsunternehmen Czipin Consulting errechnete, dass Österreichs Arbeitnehmer in 36 Prozent ihrer Arbeitszeit inaktiv sind. Und damit unproduktiv. Das bedeutet: 79 Arbeitstage im Jahr wird nichts getan.

    Wenig Interaktion. Doch der Müßiggang wird gewissermaßen aufgetragen, hat also wenig bis nichts mit mangelnder Arbeitsmoral zu tun. Es liegt primär an der Führungsschwäche des oberen Managements. "Es gibt erschreckend wenig Interaktion zwischen Führungsspitze und Mitarbeitern", resümierte Studien-Leiter Alois Czipin. Es gehe schlicht darum, dass den Mitarbeitern nicht wirklich mitgeteilt werde, was eigentlich zu tun sei.

    Arbeitsmoral.Fehlende Arbeitsmoral koste den Betrieben im Schnitt 7,8 von insgesamt 220 Arbeitstagen im Jahr, heißt es in der Studie. Die Leute seien sehr motiviert. Der ganz große Zerstörer von Produktivität sei die mangelnde Steuerung und Planung, die sich auf Managementebene heraus- kristallisiert. Durch diese Schwächen in der Planung "verschenken" Österreichs Firmen im Durchschnitt 44,1 Arbeitstage im Jahr, wird in der Studie bilanziert. Durch schwache Führung versiegen überdies nochmals 10,1 Tage effektive Arbeitszeit.

    70 Milliarden Euro Schaden. Die Kosten für diese entgangene Produktivität taxiert man bei Czipin auf bis zu 70 Milliarden Euro pro Jahr. Österreichs Top-Manager sehen zwar die Mängel der eigenen Führungsebene, sie würden den Faktor jedoch unterschätzen, heißt es seitens der Berater. Dennoch hätte sich der Gesamtschnitt der "verlorenen Arbeitstage" nach unten entwickelt. 2001 ergab die Erhebung noch, dass rund 88 Tage inaktiv verbracht werden. Für die Studie befragten die Berater mehr als 200 Beschäftigte in 40 Betrieben.

    Hitze. Enorme Auswirkungen auf die Produktivität haben auch die derzeitigen Temperaturen. Nach Angaben der AK kann die Arbeitsleistung an Tagen wie diesen um 30 bis 70 Prozent zurückgehen. Das gilt bei körperlicher und geistiger Arbeit.


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    Verlorene ArbeitstageGrafik © APA

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