Weniger Arbeitslose, aber Frauen und Ältere im Nachteil
Erstmals seit sechs Jahren liegt im Mai die Zahl der Jobsuchenden unter 200.000. Jedoch hat sich bei Männern und Inländern die Arbeitslosigkeit stärker verringert als bei Frauen und Ausländern. Fast kein Rückgang in der Steiermark und Kärnten.

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Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt hat sich weiter
gebessert. Erstmals seit sechs Jahren waren in Österreich heuer
bereits im Mai weniger als 200.000 Menschen arbeitslos und nicht erst
im Juni. Die Zahl der vorgemerkten Job-Suchenden ist binnen
Jahresfrist um 14.054 oder 6,6 Prozent auf 197.796 gesunken. Das gab
das Arbeitsministerium heute bekannt. Hinzu kommen noch 57.155
Schulungsteilnehmer, ein Rückgang um 8,7 Prozent. Die Zahl der
gemeldeten offenen Stellen ist gegenüber dem Vorjahr kräftig um 21,3
Prozent angestiegen.
Frauen und Ausländer.
Bei Männern und Inländern hat sich die Arbeitslosigkeit im Mai
gegenüber dem Vorjahr stärker verringert als bei Frauen und
Ausländern. Die Zahl männlicher Job-Suchender ging um 8.420 oder 7,5
Prozent auf 103.416 zurück, während sie bei Frauen nur um 5.634 oder
5,6 Prozent auf 94.380 gesunken ist.
Ältere im Nachteil.
Die Jugendarbeitslosigkeit ging im Mai überproportional zurück,
bei über 50-Jährigen jedoch unterdurchschnittlich. Die Zahl
vorgemerkter Arbeitssuchender im Alter von 15 bis 24 Jahren
verringerte sich im Jahresabstand um 2.469 oder 7,5 Prozent auf
30.441. Bei Älteren (ab 50 Jahren) betrug der Rückgang nur 2.258 oder
5,5 Prozent auf 38.782 Personen.
Weniger Langzeitarbeitslose.
Gleich um ein Drittel gesunken ist die Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Zahl der länger als 12 Monate als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist um 2.981 oder 33,2 Prozent auf 6.004 gesunken. Die
durchschnittliche Verweildauer in Arbeitslosigkeit ging um 9 Tage auf
92 Tage oder um 9,0 Prozent zurück, wie das Wirtschafts- und
Arbeitsministerium am Freitag weiter bekannt gab.
Features
Fakten
Nach Bundesländern am stärksten gesunken ist die Arbeitslosigkeit
im Mai in Oberösterreich (-13,3 Prozent gegenüber Mai 2006), gefolgt
von Wien (-8,5 Prozent) und Niederöster-
reich (-7,1 Prozent). Praktisch überhaupt nicht zurückge-
gangen ist die
Arbeitslosigkeit in der Steiermark (-0,1 Prozent), nur recht gering
in Tirol (-2,7 Prozent) und in Kärnten (-3,5 Prozent).














