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Zuletzt aktualisiert: 01.06.2007 um 12:06 Uhr

Weniger Arbeitslose, aber Frauen und Ältere im Nachteil

Erstmals seit sechs Jahren liegt im Mai die Zahl der Jobsuchenden unter 200.000. Jedoch hat sich bei Männern und Inländern die Arbeitslosigkeit stärker verringert als bei Frauen und Ausländern. Fast kein Rückgang in der Steiermark und Kärnten.

Foto © APA

Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt hat sich weiter gebessert. Erstmals seit sechs Jahren waren in Österreich heuer bereits im Mai weniger als 200.000 Menschen arbeitslos und nicht erst im Juni. Die Zahl der vorgemerkten Job-Suchenden ist binnen Jahresfrist um 14.054 oder 6,6 Prozent auf 197.796 gesunken. Das gab das Arbeitsministerium heute bekannt. Hinzu kommen noch 57.155 Schulungsteilnehmer, ein Rückgang um 8,7 Prozent. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist gegenüber dem Vorjahr kräftig um 21,3 Prozent angestiegen.

Frauen und Ausländer. Bei Männern und Inländern hat sich die Arbeitslosigkeit im Mai gegenüber dem Vorjahr stärker verringert als bei Frauen und Ausländern. Die Zahl männlicher Job-Suchender ging um 8.420 oder 7,5 Prozent auf 103.416 zurück, während sie bei Frauen nur um 5.634 oder 5,6 Prozent auf 94.380 gesunken ist.

Ältere im Nachteil. Die Jugendarbeitslosigkeit ging im Mai überproportional zurück, bei über 50-Jährigen jedoch unterdurchschnittlich. Die Zahl vorgemerkter Arbeitssuchender im Alter von 15 bis 24 Jahren verringerte sich im Jahresabstand um 2.469 oder 7,5 Prozent auf 30.441. Bei Älteren (ab 50 Jahren) betrug der Rückgang nur 2.258 oder 5,5 Prozent auf 38.782 Personen.

Weniger Langzeitarbeitslose. Gleich um ein Drittel gesunken ist die Langzeitarbeitslosigkeit. Die Zahl der länger als 12 Monate als arbeitslos vorgemerkten Personen ist um 2.981 oder 33,2 Prozent auf 6.004 gesunken. Die durchschnittliche Verweildauer in Arbeitslosigkeit ging um 9 Tage auf 92 Tage oder um 9,0 Prozent zurück, wie das Wirtschafts- und Arbeitsministerium am Freitag weiter bekannt gab.


Fakten

Nach Bundesländern am stärksten gesunken ist die Arbeitslosigkeit im Mai in Oberösterreich (-13,3 Prozent gegenüber Mai 2006), gefolgt von Wien (-8,5 Prozent) und Niederöster-
reich
(-7,1 Prozent). Praktisch überhaupt nicht zurückge-
gangen
ist die Arbeitslosigkeit in der Steiermark (-0,1 Prozent), nur recht gering in Tirol (-2,7 Prozent) und in Kärnten (-3,5 Prozent).





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