Flexiblere Arbeitszeiten sind die Zukunft
Täglich soll bis zu maximal 12 Stunden, wöchentlich bis zu 60 Stunden gearbeitet werden können. Ein Zuschlag von 25 Prozent für Mehrarbeit von Teilzeitbeschäftigten kommt.

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Ab dem kommenden Jahr gelten in Österreich neue
Arbeitszeitregelungen, die der Wirtschaft mehr Flexibilität in
Spitzenzeiten und weniger Überstundenzahlungen bringen. Außerdem gibt
es Verbesserungen bei den Teilzeit-Überstundenzuschlägen. Derzeit
arbeiten in Österreich rund 720.000 Personen Teilzeit, die
Mehrstunden von rund 200.000 Stunden jährlich leisten.
Novelle.
Beide Regierungsparteien sowie die Sozialpartner zeigten sich sehr
zufrieden mit der heute, Donnerstag, präsentierten Novelle zum
Arbeitszeitgesetz. Lediglich den Grünen GewerkschafterInnen dagegen
geht die neue Regelung zu weit. "Die Arbeitszeitflexibilisierung ist
da - wo bleibt die Arbeitszeitverkürzung?", fragten sie. Die
Industriellenvereinigung hätte wiederum gerne noch längere
Durchrechnungszeiträume und damit geringere Mehrstundenabgeltungen
gehabt. Insgesamt sprach sie von einem "wichtigen Schritt", dem
weitere folgen müssten.
Änderungen.
Das Arbeitszeitpaket bringt im Wesentlichen folgende Änderungen:
Die Kollektivvertragsverhandler können künftig eine höhere
Maximalarbeitszeit von bis zu zwölf Stunden täglich und 60 Stunden in
der Woche vereinbaren. Allerdings muss es nach acht Wochen Ausnützung
der Höchstarbeitszeit eine Pause von zwei Wochen geben, in denen die
Normalarbeitszeit nicht überschritten werden darf. Die
Kollektivvertragspartner werden auch ermächtigt, die
Normalarbeitszeit auf bis zu zehn Stunden täglich anzuheben.
Weiterer Kernpunkt
der Einigung sind gesetzliche
Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte. Teilzeitkräfte, die
Mehrarbeit leisten, haben künftig unter bestimmten Voraussetzungen
einen Anspruch auf einen gesetzlichen Mehrarbeitszuschlag von 25
Prozent
Features
Fakten
Nach den Sozialpartnern sollten die Neuerungen am 1. Jänner 2008
in Kraft treten.
Damit könnten sich die Sozialpartner auf
Kollektivvertrags- und Betriebsebene noch auf die Änderungen,
insbesondere den Zuschlag, einstellen.
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