"Ich bin mein eigener Chef"
Briefträger für die Sommermonate gesucht: Die Österreichische Post AG bietet 1200 Ferialjobs in sechs Bundesländern.

Foto © Ö. Post AG
Mittwoch Morgen, Zustellbasis Graz. Sebastian Huber streckt sich. "Ich bin wirklich kein Frühaufsteher", schmunzelt er. "Aber man gewöhnt sich daran." Seit einer Woche jobbt er aushilfsweise als Briefträger. Mittlerweile ist er ein "alter Hase" in dem Geschäft, bereits seit 2002 arbeitet der Student regelmäßig jeden Sommer als Ferialpraktikant bei der Österreichischen Post AG.
1200 Ferialjobs
Gesucht werden 1200 Briefträger-Urlaubsersatzkräfte. Wien (700), Steiermark (150), Oberösterreich/ Niederösterreich (je 100), Kärnten (80), Salzburg (70).
Ferialjobs in ganz Österreich. 1200 Ferialpraktikanten werden in diesem Sommer österreichweit aufgenommen - allein in Wien werden 700, in der Steiermark 150 und in Kärnten 80 Briefträger-Jobs vergeben. "Die ersten drei Tage sind schon anstrengend", erinnert sich Sebastian an seine erste Zustelltour vor fünf Jahren. "Aber dann bekommt man Routine. Mir ist es nur einmal passiert, dass ich erst um fünf Uhr heimgekommen bin." Im Schnitt kommt man im Sommer gegen 14 Uhr zur Nachbearbeitung zurück.
Zeitraum
Anfang Juni bis Ende September. Mindestens sechs, maximal zwölf Arbeitswochen sind möglich. Ab 18 Jahre!
Job mit Verantwortung. Sebastian Huber schnappt seinen gelben Postsack. Es ist acht Uhr. Bis jetzt hat er Briefsendungen in einem Verteilerkasten den Adressen zugeordnet, damit er vor Ort nicht lange suchen muss. "Beim Vorsortieren kommt man am Anfang ziemlich in Hektik, weil man sich einbildet, alle arbeiten viel schneller als man selbst. Aber man hat den Dreh' bald raus. Und wenn man dann draußen ist, hat man seinen eigenen Wettkampf", sagt Huber und rät dazu, sich nicht selbst unter Druck zu setzen. "Es erwartet keiner, dass man schneller ist, als der eigentliche Briefträger."
Verdienst
821 Euro (brutto) für vier Wochen plus Zulagen von ca. 300 Euro (z.b. Werbe-
sendungen werden extra bezahlt).
Zuverlässig. Er steigt auf sein Moped, mit dem er zum Einsatzgebiet fahren wird. "Es wird nur erwartet, dass man zuverlässig, gewissenhaft und genau arbeitet, das ist das wichtigste. Manche Leute gehen wirklich nachschauen, ob man auch als Urlaubsersatzkraft alles genau so macht, wie der Briefträger, den sie schon lange kennen. Deshalb darf erst gar kein Fehler passieren. Die Post muss die Post sozusagen immer richtig anbringen. Auch in den Sommermonaten"
Witterung
Gearbeitet wird zu Fuß, mit dem Fahrrad, Moped oder Auto (je nach Route) von Montag bis Freitag bei jeder Witterung.
Rund 2000 Sendungen pro Tag. Damit von Anfang an alles klappt, werden Ferialpraktikanten in der ersten Woche von einem Mentor begleitet. Ein erfahrener Distributionsleiter oder der Briefträger, den man vertritt, zeigt dem Neuling alle Kniffe und Tricks, die man kennen muss, um Briefsendungen, Infomaterial & Co. an den (richtigen) Mann zu bringen. Im Schnitt sind das 1500 bis 2000 Sendungen pro Tag. "Keine Sorge!", beruhigt der Student. "Man nimmt nicht alles auf einmal mit. Der Rest wird in Postsäcke verpackt und zu Depotstellen geschickt, so dass man sie in der Nähe abholen kann, wenn man mit der ersten Etappe fertig ist."
Kleidung
Es gibt keine Kleidungsvorschriften.
Eigener Chef. Nach der Tour kehrt man in die Basis zurück, um die Nachbearbeitung, etwa die Abrechnung zu erledigen. Wer fertig ist, geht einfach nach Hause - auch vor 14 Uhr. Dabei hilft die Österreichische Post AG in den letzten Jahren kräftig mit. "Man hat viel verbessert, um die Zeit zu optimieren", nickt Huber. Computerprogramme helfen etwa dabei, die Sendungen besser zu verwalten. Sebastian Huber resümiert: "Ich mache den Job gern, weil ich im Sommer gern draußen bin und weil ich dabei einfach mein eigener Chef mit einem eigenen Verantwortungsbereich bin."
Features
Fakten
Bitte online bewerben und dafür - je nach gewünschtem Einsatzgebiet - das passende der im Anschluss verlinkten Formulare ausfüllen.
Wunscheinsatzgebiet (Stadt/Land/Bezirk auf dem Formular unter "Anmerkungen" angeben.
Bewerber werden verständigt, bei Bedarf zu Vorstellungsgespräch und Schnuppertag gebeten.














