Geschlecht ist für Frauen in Österreich Karrierebremse Nr. 1
Laut einer Accenture-Umfrage halten 51 Prozent den Berufsweg für weibliche Arbeitnehmer für behindert oder verlangsamt.

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Das Geschlecht ist für Österreichs Frauen die
Karrierebremse Nummer 1. Das ergab eine Studie des weltweit
agierenden Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters
Accenture zum Thema Chancengleichheit, bei der über 2.200
Führungskräfte in 13 Ländern befragt wurden. 37 Prozent der in
Österreich befragten Frauen wünschen sich einen flexiblen Job, um
auch für ihre Familie und ihre Kinder da sein zu können.
Karriere-Knick. Auf die Frage, welche Faktoren ihre Karriere behindern, antworten
weltweit 26 Prozent der Frauen, ihr Geschlecht. In Österreich sind es
27 Prozent. Weitere 24 Prozent geben an, dass sie langsamer
vorankommen, weil sie sich um ihre Familie kümmern. Männer machen für
einen Karriereknick eher äußere Umstände wie Konjunktur oder Pech
verantwortlich.
"Überraschend. "Diese Ergebnisse sind für mich schon überraschend", sagt
Heidemarie Schutt, Partnerin bei Accenture in Österreich. "Ich hatte
eigentlich gedacht und gehofft, dass unsere Gesellschaft längst einen
Schritt weiter wäre. Schließlich haben Frauen weltweit bewiesen, dass
Geschlechtsunterschiede im Beruf keine Rolle spielen".
China. Mehr als die Hälfte der befragten Männer (55 Prozent) gibt an,
schneller Karriere zu machen als ihre Kolleginnen. In Österreich
liegt der Wert sogar bei 57 Prozent. Spitzenreiter ist China. Dort
sind 90 Prozent der Männer davon überzeugt, dass Frauen nur geringe
Chancen haben, in Führungspositionen aufzusteigen. Die
österreichischen Frauen haben allerdings im Vergleich zu den
Französinnen und den Schwedinnen nicht den Eindruck, dass sie von
ihren männlichen Kollegen überholt werden. Lediglich 14 Prozent der
Österreicherinnen gaben an, dass Männer schneller vorankommen. In
Frankreich sind es 44 Prozent und in Schweden 42 Prozent.
Selbstbewusster. Männer beginnen ihre Karriere von Anfang an selbstbewusster. So
rechnen 37 Prozent beim Berufsstart mit dem Aufstieg in die
Chefetage. Frauen hingegen zeigen sich in diesem Punkt zögerlich. Als
Berufseinsteigerinnen glauben 15 Prozent an ihren Aufstieg. Dieser
Wert erhöht sich im Laufe der Berufsjahre allerdings auf 23 Prozent.
"Frauen sollen sich gerade zu Beginn ihrer Karriere ehrgeizige Ziele
stecken", rät Schutt. "Andernfalls laufen sie Gefahr, dass sich ihr
Aufstieg unnötig verzögert".
Features
Studie
Für die Studie "Expectations and Achievement: Empowering Women
from Within" hat Accenture Führungskräfte in mittleren und großen
Unternehmen in Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien,
Italien, Kanada, Österreich, Japan, Niederlande, Norwegen, Schweden,
Schweiz und den USA befragt.
62 Prozent der Befragten waren weiblich,
38 Prozent männlich.















