Und was haben Sie zu sagen?
"Small Talk ist die Fähigkeit, eine Atmosphäre zu schaffen, die es ermöglicht, sich gut zu verkaufen, und andere ermutigt, sich zu präsentieren", erklärt Expertin Tatjana Lackner. So mildern Sie die Angst vor dem "kleinen Gespräch" mit Kollegen, Kunden oder dem Chef und knüpfen wichtige Kontakte für die Karriere.

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Plaudern schafft Nähe - wie aber beginnt man eine Unterhaltung am Buffet? Wie zieht man sich zurück, wenn's langweilig wird, und kann man sich auf das "kleine" Gespräch vorbereiten? Die besten Tipps für den Small Talk:
Erste Schritte. "Das Schwierigste ist der erste Schritt", sagt Kommunikations-Expertin Tatjana Lackner. "Aber wenn das Interesse am fremden Menschen größer ist als die Angst, kann die Schüchternheit überwunden werden." Deshalb empfiehlt sie, sich zu Hause in aller Ruhe darauf vorzubereiten und sich folgende Fragen zu stellen: Was bereitet mir Freude? Welches positive Erlebnis erzähle ich gerne weiter? Worauf möchte ich im Leben nicht verzichten? Wo kann ich eine Pointe einbauen, die schon erprobt ist und gut ankommt? "Small Talk ist die Fähigkeit, eine Atmosphäre zu schaffen, die es ermöglicht, sich gut zu verkaufen, und andere ermutigt, sich zu präsentieren", erklärt Lackner. "Nehmen Sie Ihr Umfeld bewusst wahr und Sie werden das passende Gesprächsthema ohne Umschweife präsentiert bekommen." Und: Übung macht den Meister.
Themenwahl. Erlaubt ist, was nicht negativ behaftet ist - von Sport über Reisen und Weiterbildung bis hin zu Kultur und Mode. Das Wetter ist der langweiligste Anknüpfungspunkt, wenn es nicht aktuell eine Wetterkapriole wie Schnee im August gegeben hat. "Small Talk ist die Kunst des kleinen Gesprächs - wie ein Aperitif", sagt Lackner. "Sie dürfen dem anderen mit ihrem Thema nicht die Laune verderben."
Etikette. "In Europa gilt es als unhöflich, sofort nach dem Beruf zu fragen", erklärt Benimm-Experte Thomas Schäfer-Elmayer. Das Gegenüber werde sich verschließen, statt sich zu öffnen. Für den Einstieg zur Eröffnung einer Konversation hält er ein paar Anregungen bereit: "Stellen Sie möglichst keine persönlichen Fragen am Beginn." Stattdessen eigne sich besser: "In diesen Räumen/bei XY/bei Ihnen eingeladen zu sein, ist schon ein Privileg." Nach dieser Aufwärmphase könnten auch Fragen gestellt werden, die das Gegenüber betreffen, aber nicht seine Privatsphäre berühren - etwa: "Sind Sie auch vollkommen fremd hier?"
Visitenkarten. Die Visitenkarte wird nicht während der ersten Sätze übergeben. Experten raten, nicht zu rasch vorzugehen. Wenn von beiden Seiten vorzugsweise über ein bestimmtes Thema gesprochen wird, kann man am Ende des Gesprächs die Visitenkarte übergeben und überleiten mit: "Das Thema interessiert mich, können Sie mir einen Link schicken?" Die Visitenkarte sollte einen Bezug zum vorangegangenen Gespräch herstellen.
Zitiert
Small Talk ist die Kunst des kleinen Gesprächs - Sie dürfen dem anderen nicht die Laune verderben.
Fettnäpfchen. Dauerredner sind am Buffet ebenso gefürchtet wie Lästerer und Menschen, die einem so nahe kommen, dass man riechen kann, was sie vorhin gegessen haben. Eine halbe Armlänge Abstand ist angebracht. Ist der Raum voller Menschen und steht wenig Platz zur Verfügung, kann man auch einmal verkürzen. Monologisiert der Gesprächspartner, sollte man versuchen, ihn mit Floskeln zu unterbrechen: "Also so ist das genau."
Sanfter Ausstieg. Wenn die Unterhaltung aus Mangel an Interesse oder Zeit zum Rückzug veranlasst, dann immer höflich bleiben und nicht übertreiben. "Schön, dass ich Sie kennenlernen durfte", ist eine Aussage, die es ermöglicht zu einem anderen Zeitpunkt wieder den Kontakt mit dieser Person aufzunehmen. Lackner empfiehlt, sich nicht einfach aus dem Staub zu machen: "Fragen Sie etwa, ob Sie vom Buffet noch etwas mitbringen sollen und wenn alle Stricke reißen, dann entschuldigen Sie sich für den Gang zum Bad."
Features
Nachlese
Ratgeber. Wie man beim Geschäftsessen, am Frühstücksbuffet und bei Firmenfeierlichkeiten einen guten Eindruck macht, Selbstzweifel überwindet und den richtigen Einstieg findet. "Small Talk": Nie wieder sprachlos. Das Trainingsbuch. Stephan Lermer, Ilonka Kunow, Haufe-Lexware, 20,40 Euro.
Grundlagen. Angenehme Gesprächssituationen schaffen, locker und entspannt plaudern - Themen für einen gelungenen Einstieg. "Grundlagen des Small Talks für Dummies": Das Pocketbuch. Gero Teufert, Wiley-VCH Dummies, 7,20 Euro.














