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Zuletzt aktualisiert: 27.08.2012 um 16:58 UhrKommentare

Soll ich bei Heuschnupfen das Büro verlassen?

Wie man mit Heuschnupfen Kollegen (nicht) in die Flucht schlägt

Foto © Fotolia

1. Unterdrückt man den Niesreiz, kann das der Gesundheit schaden. Niest oder hustet man den Gesprächspartner an, sammelt man allerdings keine Sympathiepunkte, deshalb - sofern gerade kein Taschentuch vorhanden - jene Hand vorhalten, mit der man sich später nicht verabschiedet, oder vor dem Verabschieden kurz auf die Toilette gehen. Wer sich während einer Besprechung in ein Taschentuch schnäuzt, sollte leise und dezent vorgehen. Und: nicht nachschauen, was der Körper hergegeben hat. Das gebrauchte Taschentuch entsorgt man in der Handtasche oder beim Gang zur Toilette. Nicht auf den Tisch legen, zweimal verwenden oder auf den nebenstehenden Stuhl legen, es könnte sich ein Kollege draufsetzen.

2. Beim Niesen oder Husten mit vorgehaltener Hand sollte man sich vom Gegenüber wegdrehen. Wer am Mittagstisch oder im Meeting sitzt, rückt, wenn noch Zeit bleibt, ein wenig den Stuhl zurück und dreht sich zur Seite. Bei eventuellen Husten- und Niesanfällen sollte man den Raum verlassen, bei akuten Problemen wegen Pollenflugs Meetings und Geschäftsessen verschieben und vor allem auf einen Handschlag verzichten. Im Zweiergespräch ist es angemessen, sich nach dem Niesen kurz zu entschuldigen - es unterbricht schließlich die Unterhaltung. Im Meeting übergeht man das eigene Niesen ebenso, wie es von den anderen ignoriert wird. Treffpunkte in geschlossenen Räumen sind für Pollenallergiker eine Erleichterung.

3. Hat der Kunde ein Nies-oder Husten-Problem, gilt, was generell bei Körpergeräuschen gilt: Sie werden dezent übergangen, um den anderen nicht in Verlegenheit zu bringen.

4. In öffentlichen Räumen wird Niesen ignoriert, weil man die "Krankheit" oder das Problem nicht in den Vordergrund rücken will. Nach Gefühl entscheidet man, wenn der Gesprächspartner noch einer Generation angehört, die es meist als grobe Unhöflichkeit empfinden, wenn nicht "Gesundheit" gewünscht wird. Grundsätzlich gilt: "Gesundheit" wünscht man nur, wenn man sich sicher ist, dass es der Gesprächspartner erwartet.

5. Wer an Heuschnupfen leidet, sollte Kollegen trotzdem Details zur Krankengeschichte ("Ich bin total verschleimt") ersparen.






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