Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 22:58 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Mehr Mut im Arbeitsalltag Wie werde ich Yoga-Lehrerin? Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Meine Karriere Nächster Artikel Mehr Mut im Arbeitsalltag Wie werde ich Yoga-Lehrerin?
Zuletzt aktualisiert: 26.07.2012 um 19:37 UhrKommentare

Kampf dem Krankfeiern

Die Zahl der Krankenstandstage ist 2011 in der Steiermark um 300.000 auf mehr als 5,1 Millionen gestiegen. Wirtschaft fordert schärfere Kontrollen.

Foto © m.schuckart - Fotolia

Das Thema ist seit Jahren für Aufreger gut. Erst vor wenigen Monaten hat der ÖVP-Wirtschaftsbund gefordert, dass am ersten Krankenstandstag künftig kein Gehalt mehr ausbezahlt werden soll. Um so Kurzkrankenstände einzudämmen. Der Sturm der Entrüstung machte nicht einmal vor der eigenen Partei halt, auch der Arbeitnehmerbund ÖAAB sprach sich gegen die Forderung aus.

Rückendeckung kommt jetzt aber aus der Steiermark. In einer Umfrage der Wirtschaftskammer unter 250 Betrieben sprechen sich mehr als 62 Prozent dafür aus, dass der erste Krankenstandstag unbezahlt sein soll. Sechs von zehn Unternehmern geben an, bereits durch vorgetäuschte Krankenstände geschädigt worden zu sein. Daher fordern 83,3 Prozent der Befragten strengere Kontrollen. Dem schließen sich auch die steirischen Direktoren von Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund, Thomas Spann und Kurt Egger, an. Missbrauch müsse verhindert werden, so die Devise.

444 Millionen Euro

Im Vorjahr ist die Zahl der Krankenstandstage in der Steiermark um 307.500 auf 5,15 Millionen gestiegen. Wobei, so Egger, in dieser Zahl die Kurzkrankenstände gar nicht berücksichtigt seien, da von vielen Arbeitgebern erst ab drei Krankenstandstagen eine ärztliche Bestätigung verlangt werde. "Auf Basis des Durchschnittsverdienstes in der Steiermark wurden heimische Betriebe im Vorjahr mit Kosten von 444 Millionen Euro nur durch Krankenstandstage belastet", so Egger. Nun wird gefordert, dass die Krankenstandskontrollen - die laut Egger zuletzt rückläufig waren - auf zehn Prozent erhöht werden.

Nicht neu, aber traditionell heiß umstritten, ist eine weitere Forderung, die Spann und Egger formulieren. Und zwar jene, nach der Einführung von Selbstbehalten für Arztbesuche bei allen Sozialversicherungsträgern. Bei der gewerblichen Sozialversicherung hätte sich das bewährt. Selbstbehalte würden - neben einem finanziellen Vorteil für die Gebietskrankenkasse - auch ein höheres Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der eigenen Gesundheit fördern. Im Vorjahr hatten sich Arbeiterkammer sowie GKK-Obmann Josef Pesserl dagegen ausgesprochen - unter Verweis auf ohnehin bereits vorhandene Selbstbehalte wie die Rezeptgebühr.

Egger betont, dass diese Maßnahme unter Einberechnung von Ausnahmeregelungen für sozial Schwache, chronisch Kranke, Kinder und Jugendliche rund 36 Millionen Euro an Einsparungen bringen könnte.

MANFRED NEUPER





Die besten Forschungsprojekte

contrastwerkstatt - Fotolia

Die Kleine Zeitung präsentiert in Kooperation mit den fünf steirischen Universitäten, den beiden Fachhochschulen, den zwei Pädagogischen Hochschulen und Joanneum Research die besten steirischen Forschungsprojekte.



Lebe deinen Plan!

Alles zur Lehre

Kleine Zeitung

Das Lehrlings-Special der Kleinen Zeitung bietet einen Überblick über den aktuellen Markt und Ereignisse. Außerdem gibt's hier Tipps, Tricks und Hinweise für den Weg zur perfekten Lehrstelle.

KLEINE.tv

Fischer: "Medien sind einfach spannend"

Der Studiengang Journalismus und PR feiert Donnerstag und Freitag sein 1...Bewertet mit 1 Stern

 

Online-Anzeigen-Tool

Inserieren Sie jetzt in nur 6 Schritten Ihre Zeilenanzeige in der Kleinen Zeitung Weiter



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang