Darf ich meinen Chef warten lassen?
Strategien für Neueinsteiger: Wie man es sich nicht nachhaltig mit dem Chef verscherzt.

Foto © FotoliaDer Chef als König?
1. Unsicherheit hin oder her: Wer mit lässigen Sprüchen über den Chef herzieht, um besser vor den Kollegen dazustehen, sollte vorsichtig sein. Mancher Kollege geht vielleicht auch privat bei ihm ein und aus. Wer bissige Bemerkungen via Facebook oder die eine oder andere Phrase via E-Mails mitteilt, riskiert eine Kündigung. Digitale Texte dienen als Beweisstücke.
2. Mit Kritik sollte man immer weise umgehen. Auch wenn der Chef haarsträubenden Unsinn verzapft, sollte man ihm vor anderen positiv antworten: "Ich kümmere mich um Ihren Vorschlag und gebe Ihnen Bescheid." Später kann man ihm dann unter vier Augen die eigene Meinung dazu - schonend - näherbringen.
3. Wer den Chef als ahnungslos empfindet, sollte sich Folgendes vor Augen halten: Auch wenn er keine Ahnung hat, ist er in der stärkeren Position. Bloßstellen sollte man ihn nie. Zum Ausbügeln von Defiziten hat er seine Mitarbeiter.
4. Offen Unlust oder Unwissenheit zur Schau zu stellen, ist nicht besonders schlau. Wenn man als Callcenter-Mitarbeiterin erklärt, Kunden würden nerven, oder als Assistentin, Programme nicht zu beherrschen, muss der Chef darauf reagieren, auch wenn die Kollegen noch verständnisvoll dazu nicken.
5. Der Chef ist König, lautet die Devise, auch wenn dafür einmal ein Kunde warten muss. Wenn er Hilfe braucht, sollte man sich besser beeilen, um ihm zur Seite zu stehen. Macht mehr Eindruck, als wenn man ihn wegen einer Aktennotiz oder eines Kunden warten lässt.















